Bündnis ruft zu Aktionen gegen Demo von Rechtsextremen auf

17.06.2013, 15:35

Merseburg - Unter dem Motto "Merseburg stellt sich quer" hat das Merseburger Bündnis gegen Rechts zum friedlichen Protest gegen einen Aufmarsch von Neonazis aufgerufen. Geplant sind bislang sechs Aktionen am Samstag sowie eine Sondersitzung des Stadtrates unter freiem Himmel, wie ein Sprecher des Bündnisses am Montag sagte. Dem Bündnis gehören nach eigenen Angaben rund 200 Menschen an, darunter auch Oberbürgermeister Jens Bühligen und der Landrat des Saalekreises, Frank Bannert (beide CDU), sowie Vertreter von Parteien, der Kirchen, von Verbänden und Initiativen.

Nach Angaben der Polizei werden rund 450 Teilnehmern zu den Gegenaktionen erwartet. Von einer Initiative, die dem rechten Spektrum zugerechnet wird, sind 200 Teilnehmer angemeldet worden. Wie der Sprechers des Bündnisses gegen Rechts sagte, steckt hinter der Initiative die NPD. Anlass des Aufzuges von Neonazis sei der Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953. Dieses Datum werde von Rechtsextremen seit Jahren instrumentalisiert und missbraucht, sagte der Sprecher des Bündnisses gegen Rechts.