Haushalt

Das Sülzetal bleibt handlungsfähig

Den Haushaltsplan 2021 für das Sülzetal hat der Gemeinderat beschlossen. Nun fehlt noch das Okay der Kommunalaufsicht. Wie beurteilen Ortsbürgermeister aus dem Sülzetal den Entwurf aus dem Rathaus in Osterweddingen?

02.04.2021, 00:00

Udo MechenichSülzetal

Von UDo Mechenich

Nur mit einem genehmigten Haushalt ist die Verwaltung der Gemeinde Sülzetal handlungsfähig. Der Gemeinderat hat ihn mit 15 Ja-Stimmen und einer Enthaltung angenommen.

Für Sülldorfs Ortsbürgermeisterin Kerstin Gruetz (CDU) ist das „absolut Okay. Ich persönlich finde den beschlossenen Haushalt auch im Hinblick auf Sülldorf in Ordnung. Unsere Wünsche sind eingearbeitet. Ich finde es auch klasse, dass die einzelnen Ortschaften die Möglichkeit hatten, nochmals ihre Prioritäten zu ändern und Maßnahmen zu tauschen.“ Da habe sich die Verwaltung insbesondere die Kämmerei zusätzlich viel Arbeit gemacht. Dafür möchte sie sich herzlich bedanken. „Jetzt können wir alle nur hoffen, dass die Kommunalaufsicht unseren Vorstellungen entspricht und grünes Licht für den Haushalt gibt. Sonst bleibt vieles im Sülzetal auf der Strecke. Dann passiert hier fast gar nichts an Baumaßnahmen. Auch freiwilligen Leistungen und Zuschüsse für Veranstaltungen gibt es dann nicht. Das wären dann traurige Aussichten für das Sülzetal mit seinen Ortschaften."

Auch der stellvertretende Ortsbürgermeister von Schwaneberg, Matthias Wagner, ist „froh über die Entscheidung des Gemeinderats. Nur so bleibt die Gemeinde handlungsfähig. Ich freue mich besonders mit den Bahrendorfern über die Sanierung der Neustraße. Das ist endlich auch mal eine Einzelinvestition in einem der kleinen Ortsteile.“ Auch die Schwaneberger hätten sich gefreut, wäre speziell für sie eine Investition möglich gewesen. Wagner: „Zumindest profitieren wir von den allgemeinen Maßnahmen im Sülzetal wie der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED. Wir, als Ortschaftsrat von Schwaneberg, werden weiter für unseren kleinen Ort kämpfen und nicht müde unsere Schmerzpunkte der Verwaltung mitzuteilen.“„Ich finde es gut, dass die Beschlüsse zum Haushaltsplan und Haushaltskonsolidierung überhaupt zustande gekommen sind. Bei den Vorberatungen in den Ortschaftsräten sah das nicht so aus. Dank etlicher Anregungen und auch der großen Bemühungen der Verwaltung, konnte letztendlich doch noch ein tragfähiges Konzept erarbeitet werden“, urteilt Dodendorfs Ortsbürgermeister Uwe Banz (WVU).

Er denkt, dass es nicht zu großem Gegenwind kommen werde, da der Aufschwung irgendwo herkommen müsse. „Das Konzept ist recht ausgewogen. Es werden notwendige Maßnahmen sowie auch einige Wünsche der einzelnen Ortschaften berücksichtigt, um ein Vorankommen und überwinden der Krise zu erreichen.“

Freude über Planungskosten

Als Ortsbürgermeisterin von Osterweddingen freut es Birgit Wasserthal (Vereine für das Sülzetal) besonders, dass die Planungskosten für die neue Kindertagesstätte und die Sporthalle im Haushalt eingeplant sind. „Damit ist der Grundstein für die Zukunft unserer Kinder gelegt. Auch die vom Ortschaftsrat beantragten Änderungen, wie zum Beispiel Planungskosten für die Sanierung der Siedlungsstraße, wurden berücksichtigt.“ Für die Genehmigung des Haushalts durch die Kommunalaufsicht sei es zwingend notwendig gewesen, das Haushaltskonsolidierungskonzept 2021 bis 2023 zu beschließen. Denn ohne genehmigten Haushalt hätten nur bereits begonnene Projekte beendet werden können. Alle weiteren Wünsche hätten sonst wieder für lange Zeit auf Eis gelegen.

Als Ortsbürgermeister von Altenweddingen ist Ingo Reichenbach „sehr dankbar, dass sich der Gemeinderat auf den Haushalt für 2021 einigen konnte. Wenn auch für Altenweddingen keine weitere Straße im Haushalt 2021 berücksichtigt werden konnte. So hoffe ich, dass schon bald der Bau der Grundschule voranschreitet.“

Der Ausbau der Schule sei seit vielen Jahren im Gespräch. Ohne einen genehmigten Haushalt wäre auch hier kein Vorankommen möglich gewesen. „Für Altenweddingen ganz wichtig ist aber auch mit Blick auf den kommenden Sommer, dass es ohne Haushalt kein Geld für freiwillige Leistungen gibt. Eine Öffnung des Schwimmbades wäre dann zumindest fraglich gewesen.“