Solarenergie

Ende August kommt Solarstrom ins Nordharz-Netz

Der Solarpark im Nordharz-Ortsteil Wasserleben ist fast fertig. Zum Monatsende soll er bereits Solarstrom in das Netz einspeisen.

Von Jörg Niemann 04.08.2015, 01:01

Wasserleben l Der neue Solarpark im Nordharz-Ortsteil Wasserleben soll noch in diesem Monat „grünen“ Strom in das Netz einspeisen. Dies sagte Bodo Bolsenkötter gestern in einem Gespräch mit der Volksstimme.

Die Areale des ehemaligen Bahnhofs und der Ruine der Zuckerfabrik waren bereits vor drei Jahren erstmals als Standort für einen Solarpark im Gespräch. Gesetzliche Änderungen im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien, aber auch Probleme im Planungsverfahren führten dazu, dass das Projekt nicht so richtig voranschreiten konnte. Vor einigen Monaten übernahm die Hallertauer Leasing Gruppe aus Bayern das Projekt. Seitdem geht es zügig voran. Im Frühjahr wurde mit dem Abriss der Ruine der alten Zuckerfabrik begonnen, im Frühsommer folgte der Start der ersten Installationsarbeiten, jetzt ist fast alles fertig.

„Wir sind gut vorangekommen und haben die Absicht, noch in diesem Monat den ersten Strom zu liefern“, sagt Bodo Bolsenkötter. Der Park soll eine Gesamtleistung von 7,2 Megawatt Leistung erbringen - ein Volumen mit dem der Ortsteil Wasserleben theoretisch selbst ausreichend mit Energie versorgt werden könnte. Der Park ist ein wenig größer, als es die Ursprungsplanungen einer Solarfirma aus Berga vorsahen, die sich als erste mit dem Projekt beschäftigte. Die dazu nötigen verwaltungstechnischen Voraussetzungen wurden von den zuständigen Behörden schnell erledigt.

Zum Projekt „Solarpark Wasserleben“ gehört übrigens auch das alte Bahnhofsgebäude. „Das Gebäude haben wir mit gekauft und wollen es auch nutzen. Deshalb haben wir einen Architekten beauftragt, uns konkrete Vorschläge auszuarbeiten. Dies wird gegenwärtig noch erledigt, sodass ich noch keine Aussage treffen kann, was mit dem Haus letztlich tatsächlich geschieht. Momentan gehe ich davon aus, dass die Bausubstanz noch so gut erhalten ist, dass das Gebäude später einmal genutzt werden kann“, so Bolsenkötter.