Experten: Folgen von Alkohol in der Schwangerschaft selten erkannt

18.04.2013, 14:01

Magdeburg - Kinderkrankheiten als Folge von Alkoholmissbrauch in der Schwangerschaft werden nach Ansicht von Fachleuten zu selten als solche erkannt. "Für verlässlichere Diagnosen müssen Ärzte, Psychologen oder Sozialarbeiter mehr sensibilisiert werden", sagte Helga Meeßen-Hühne von der Landesstelle für Suchtfragen am Donnerstag am Rande einer Fachtagung in Magdeburg. Mediziner und Mitarbeiter von Hilfsdiensten müssten stärker als bisher zusammenarbeiten, um Krankheiten wie das Fetale Alkoholsyndrom (FAS), das durch Alkoholmissbrauch in der Schwangerschaft verursacht wird, zu erkennen und zu behandeln. Erstmals gebe es nun Leitlinien für eine bessere Diagnostik von FAS. Das sei ein Anfang.