Handball

Favorisierte Westaltmärker im Derby vorn

Der HV Solpke Mieste behält gegen den HV Lok Stendal die Oberhand.

10.01.2016, 21:31

Mieste (jpi) l Favorit Solpke/Mieste hat sich in eigener Halle gegen den Aufsteiger und Tabellenvorletzten aus Stendal mit 38:34 (19:15) durch.

„Ein Sieg gegen Stendal ist für uns Pflicht“, hatte Steve Sauer, Co-Tainer des Gastgebers, angekündigt. „Diese Pflicht haben wir erfüllt. Mehr aber auch nicht“, sagte nach Abpfiff Marko Wiegmann, neuer Trainer des HV Solpke/Mieste. Natürlich habe er sich über die zwei Punkte zu seinem Heimeinstand als Chef auf der Bank gefreut, „doch Überragendes haben wir nicht unbedingt geboten“, fügte Wiegmann hinzu und ergänzte: „Wir haben eine normale Leistung abgerufen, konnten den Spielfaden aufnehmen, um ihn auch wieder zu verlieren. Die Schwankungen in unserem Spiel sind noch zu groß. Wir müssen konstanter werden.

„Die normale Leistung“ reichte aber aus, um die Stendaler relativ sicher in Schach zu halten. Der Aufsteiger aus der Ostaltmark bot jedoch zunächst eine sehr ansprechende Leistung. Ein Grund: Die Defensive der Wiegmann-Sieben hatte noch nicht die rechte Einstellung gefunden. Zwar gab Manuel Weis im Tor sein Bestes, doch die Stendaler fanden Lücken im Abwehrverbund der Solpker und Miester. Folge: Nach 17 gespielten Minuten agierten beide Vertretungen mit Blick auf das Resultat auf Augenhöhe (10:10).

Doch das sollte sich ändern. Philipp Gürtler sendete mit zwei Toren zum 12:10 das erste Siegsignal. Stendal reagierte mit der Auszeit. Umsonst. Denn nach der Pause sendeten Gürtler sowie Philip Hauf und Hans Meinke, sie erhöhten auf 15:10 (26.), weitere Siegsignale. Letztendlich entpuppte sich die Einlage der Hallenherren bereits als die Vorentscheidung, da die Lok-Männer zwar weiter unverdrossen kämpften, aber nicht mehr den Anschluss herstellen konnten.

Auch nicht im zweiten Abschnitt. In dem sah es nach einem Doppelschlag von Philipp Seiler und Gürtler zum 25:19 (39.) nach einem ganz klaren Sieg der Hallenherren aus. Doch so abfertigen lassen wollte sich der Aufsteiger nicht. Er hielt noch einmal dagegen und nutzte dabei die Suche der Gastgeber nach dem von Trainer Wiegmann erwähnten Spielfaden.

Die HV-Truppe warf sich so mehrmals wieder auf drei und sogar zwei Treffer heran, musste aber erkennen, dass es zum Anschluss nicht reichen würde. So gelang Johannes Lemme das 28:30 und das 30:33.

Doch vier Minuten vor Ultimo war diese Begegnung entschieden – Maximilian Kleist (Siebenmeterwurf) und Dominec Soeder hatten auf 35:30 erhöht.

HV Solpke/Mieste: Weis, Wagner – Fehse, P. Gürtler (9), Röscher (1), Soeder (2), Hauf (2), Meinke (3), Sauer (5), Texdorf, Mieth, Spychalski (2), Seiler (7/1), Kleist (8/2).

Siebenmeter: 4/3Zeitstrafen: 5.

HV Lok Stendal: Kunze, Vogel – Schumann (5), Lemme (5), Leinrng (3), Krähe (3), Hepper (3), Stephan (3), Hentschke (7), Sens, Tembe (1), Hornuff (2), Elsner (2).

Siebenmeter: 0.Zeitstrafen: 4.