Gute Nerven und langer Atem - Worauf es bei Aktien ankommt

02.10.2013, 10:17

Düsseldorf - Niedrige Zinsen machen es Sparern derzeit schwer. Denn mit einem Tagesgeldkonto oder dem Sparbuch lässt sich kaum Rendite erwirtschaften. Eine Alternative können Aktien sein. Allerdings müssen Anleger hier einiges bedenken.

Aktienkurse entwickeln sich nicht immer nur in eine Richtung, erklärt die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) in Düsseldorf. Diese Schwankungen müssen Sparer aushalten können. Deshalb gilt: Wer Aktien kaufen will, sollte bereit sein, langfristig zu investieren.

Vor der Investition sollten Anleger sich das Unternehmen genau anschauen. Laut DSW ist es wichtig, dass sie das Geschäftsmodell verstehen. Denn nur dann können Anleger die Aussichten und Chancen der Firma einschätzen. Je solider ein Unternehmen ist, desto besser sind auch die Chancen auf künftige Kursgewinne.

Eine wichtige Börsenregel lautet: Nicht alles auf einen Titel setzen. Das ist riskant, denn so können Kursverluste nicht mit Kursgewinnen anderer Titel ausgeglichen werden. Sicherer ist es, das Geld in verschiedene Aktien aus unterschiedlichen Branchen und am besten noch aus anderen Ländern zu stecken. Wem die Auswahl zu mühsam ist, der kann auch Fonds kaufen.

Verpassten Chancen nicht hinterherlaufen
Eine Börsenweisheit besagt: "Aktien und Straßenbahnen darf man nicht hinterherlaufen. Die nächste kommt bestimmt." Diese Weisheit geht auf ein Zitat des Investors André Kostolany zurück, erklärt die Aktion "Finanzwissen für alle" der Fondsgesellschaften.

Das heißt: Wer den Kauf einer Aktie zu einem günstigen Preis verpasst hat, sollte besser die Finger von dem Wertpapier lassen. Denn ist der Kurs einer Aktie bereits kräftig gestiegen, heißt das nicht, dass er weiter steigt - auch das Gegenteil kann der Fall sein. Deshalb sollten Anleger es vermeiden, bei der Auswahl einzelner Wertpapiere auf einen fahrenden Zug aufzuspringen. Sie sollten stattdessen neue Chancen suchen.