Kinderhospiz Magdeburg: Beratung der Eltern besonders wichtig

18.12.2013, 13:22

Magdeburg - Sachsen-Anhalts einziges Kinderhospiz in Magdeburg muss deutlich mehr Beratungs- und Informationsarbeit leisten als ursprünglich gedacht. Viele Eltern wüssten gar nicht, dass es die Möglichkeit der Entlastungspflege für 28 Tage pro Jahr gibt, sagte der Vorstandsvorsitzende der Pfeifferschen Stiftungen, Christoph Radbruch, am Mittwoch in Magdeburg. In dieser Zeit könnten die Eltern, die sonst Tag und Nacht für ihre Kinder da seien, neue Kraft schöpfen oder sich intensiver um die Geschwister der schwerkranken Kinder kümmern.

"Es ist gar nicht so sehr unser Ziel, die Kinder ins Hospiz aufzunehmen, sondern die Eltern zu beraten, dass sie für ihre Kinder eine gute Versorgung bekommen", erläuterte Radbruch. Dazu gehöre auch eine ambulante Betreuung zu Hause. Das Beraten habe sich immer mehr in den Vordergrund gestellt. Derzeit wohnen laut Radbruch zwei Kinder im Hospiz, das es seit März gibt. Im Hospiz werden kranke und sterbende Kinder sowie deren Familien begleitet.

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) als Schirmherr besuchte die Einrichtung am Mittwoch, begleitet vom Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie, die den Bau der Einrichtung mit 200 000 Euro förderte; das ist rund ein Fünftel der Investitionssumme. Das Hospiz ist weiter auf Spenden angewiesen.