22. bis 24. September

Kunst und Kultur bei den dritten Domfestspielen

19.09.2011, 04:40

Altstadt. Die Evangelische Domgemeinde und der Stadtmarketingverein Pro M laden am kommenden Wochenende zu den Domfestspielen ein. Zum dritten Mal ist der Dom Heimstätte für Kunst und Kultur zu den Domfestspielen. "Wir haben schon eine gute Resonanz und zahlreiche Karten bundesweit verkauft", sagt Georg Bandarau, Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins. Pro M unterstützt die Evangelische Domgemeinde vor allem in Marketing- und Organisationsfragen. Die inhaltliche Ausgestaltung liegt in den Händen der Gemeinde, unter anderem bei Domprediger Giselher Quast und Domorganist Barry Jordan.

Vorab würdigte bereits Bischöfin Ilse Junkermann die Neuauflage der Domfestspiele: "Wie schön, dass nach dem großen Domjubiläum vor zwei Jahren die Domfestspiele bereits eine gute Tradition geworden sind. Ich freue mich, dass es auch in diesem Jahr wieder eine Vielfalt an Konzerten, Auffu¨hrungen und Andachten geben wird."

Von Donnerstag bis Sonntag erwartet die Gäste der Domfestspiele ein vielfältiges Programm. Höhepunkt ist "Die Schöpfung" von Joseph Haydn mit Rebekka Maeder, Sopran, Albrecht Sack, Tenor, Wolf Latzel, Bass, dem Magdeburger Domchor, der Halberstädter Kantorei (Einstudierung KMD Claus-Erhard Heinrich) und der Cammermusik Potsdam auf historischen Instrumenten. Die Gesamtleitung führt Barry Jordan.

Mit Spannung wird auch der Auftritt des Magdeburger Puppentheaters erwartet. Für die Domfestspiele haben die Puppenspieler ihr Stück "Ottos Welt oder wie man Kaiser wird" vom Buckauer Hofspektakel mitgebracht und auf die Bedingungen im Dom zugeschnitten. "Darauf freuen wir uns sehr und sind auch schon gespannt", sagte Georg Bandarau weiter.

Die Domfestspiele werden mit einer Taize-Nacht am Donnerstag eröffnet. "Lichterglanz und meditative Gesänge im Dom laden zum Verweilen und Mitsingen in ökumenischer Gemeinschaft ein", so Georg Bandarau. Beim Eintauchen in den Lichterglanz soll einfach der Alltag hinter sich gelassen werden.

Als Abschluss wird auf dem Domplatz das Stadtkirchenfest gefeiert, zu dem bei freiem Eintritt alle Magdeburger eingeladen sind.

Die Organisatoren hoffen nun auf guten Zuspruch zu allen Veranstaltungen. Nach den Erfahrungen 2010 sollten sich Interessierte übrigens schnell um Karten bemühen. Vor einem Jahr waren alle Angebote ausverkauft.

Die Domfestspiele selbst sind selbstfinanziert und tragen sich ausschließlich aus Spenden und Sponsorengeldern sowie den Einnahmen aus dem Kartenverkauf.

Dass es nach dem Kaiser-Otto-Fest vor 14 Tagen, dasauch rund um und teilweise auch im Dom stattfand, nun gesondert die Domfestspiele gibt, ist gewollt. Georg Bandarau: "Wir wollten jeder Veranstaltung ihr besonderes Profil lassen, eine Zusammenarbeit in der Zukunft ist deswegen jedoch nicht grundsätzlich ausgeschlossen."