Vorjahresbilanz:

Mehr als 35000 Einwohner auf "Hartz IV" angewiesen

02.09.2011, 04:31

(kt). Zum Jahresende 2010 waren 35394 Magdeburger in 21033 sogenannten Bedarfsgemeinschaften auf staatliche Zuschüsse nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II (im Volksmund Hartz IV) angewiesen. Das geht aus dem jüngsten Bericht des Sozialbeigeordneten an den Stadtrat hervor. Demnach verringerte sich die Zahl der Betroffenen im Vergleich zum Vorjahr leicht um 623 (minus 1,7 Prozent). Die Stadt musste im Vorjahr 71,2 Millionen Euro für die Unterkunftskosten ihrer sozial schwachen Einwohner aufbringen.

Der Anteil der Elbestädter, die auf staatliches Geld zum Lebensunterhalt angewiesen sind, lag zum Vorjahresende bei 15,04 Prozent. Für 16 Prozent der Magdeburger Haushalte und für sogar 18 Prozent aller Singlehaushalte übernahm die Stadt die Miet- und Heizkosten.

8240 Magdeburger waren Ende 2010 auf Geld vom Staat angewiesen, obwohl sie berufstätig sind. Der Anteil der Geringverdiener, deren Einkommen nicht ausreicht, um davon den Lebensunterhalt zu bestreiten, blieb damit im Vergleich zu 2009 nahezu konstant (8414 Menschen).