Neue Fälle der Pflanzenkrankheit Feuerbrand gefunden

10.07.2013, 16:03

Sangerhausen/Magdeburg - Die Pflanzenkrankheit Feuerbrand breitet sich im Landkreis Mansfeld-Südharz immer weiter aus. Es seien neue befallene Pflanzen gefunden worden, teilte der Landkreis am Mittwoch mit. Nach der Ausrufung des Katastrophenfalls kämpften alle verfügbaren Forstarbeiter des Landes dort gegen die Krankheit. Nach Angaben des Amts für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Süd liegen die befallenen Pflanzen momentan noch innerhalb der Kreisgrenzen. Eine Ausweitung auf den benachbarten Saalekreis sei aber nicht auszuschließen.

"Es wird gefällt, gerodet, rausgeschnitten und an Ort und Stelle verbrannt", sagte eine Sprecherin des Landkreises. So wollen die rund 100 Fachkräfte vermeiden, dass sich die bakterielle Krankheit weiter wie ein Lauffeuer verbreitet. Vor allem der Weißdorn dient den Feuerbrand-Bakterien als Wirtspflanze. Die befallenen Blätter von Bäumen und Büschen sehen aus als seien sie verbrannt, daher der Name.

Bisher sind mehr als 600 Hektar Land betroffen, die aber nicht zusammenhängen. Einen so großen Ausbruch von Feuerbrand in Sachsen-Anhalt habe man zuletzt vor 30 Jahren erlebt, hieß es bei der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. Der Landesverband Sächsisches Obst befürchtet, dass fast 300 Hektar Obsthölzer wie Apfel, Birne und Quitte der Krankheit zum Opfer fallen könnten. Für den Menschen ist der Feuerbrand nicht gefährlich.