Neuer Ausbildungsberuf ab August 2013: Stanz- und Umformmechanik

25.01.2013, 10:53

txn-p l Viele Gegenstände des täglichen Lebens, wie Löffel oder Kugelschreiber, werden in industriellen Großserien angefertigt. Das Biegen, Stanzen und Prägen des Ausgangsmaterials übernehmen CNC-gesteuerte Maschinen. Diese wurden bisher von Fachkräften aus der Metallverarbeitung oder Werkzeugherstellung bedient. Doch die Praxis zeigt, dass die vorhandenen Kenntnisse häufig nicht ausreichen. Daher wird ab August 2013 der neue Ausbildungsberuf des Stanz- und Umformmechanikers (m/w) eingeführt. "In einer dreijährigen dualen Ausbildung lernen die Schulabgänger, verkettete Maschinen und Anlagen einzurichten, sie zu führen und dabei den Materialfluss zu steuern und zu kontrollieren", berichtet Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad. Mit verketteten Maschinen sind Anlagen und Anlagenteile gemeint, die erst in ihrer Zusammenarbeit ein fertiges Produkt erzeugen. Neben der Reparatur, Pflege und Wartung der modernen Stanzautomaten und Pressen gehört auch die Überwachung des Fertigungsprozesses sowie die Qualitätssicherung zum Aufgabenbereich der ausgebildeten Stanz- und Umformmechaniker (m/w).

Angesichts der Unternehmensanzahl in der Stanz- und Umformbranche ist mit einem bundesweiten Ausbildungsangebot von rund 7.000 Stellen zu rechnen. Die Betriebe sind überwiegend als Zulieferer für die Autoindustrie, in der Konsumgüterwirtschaft, in der Maschinenproduktion oder auch im Bereich erneuerbarer Energien tätig. Um ihre berufliche Zukunft brauchen sich die Lehrlinge keine Sorgen zu machen. Die Branche sucht schon seit Jahren qualifiziertes Fachpersonal und eröffnet damit sehr gute Übernahme- und Karrierechancen.