Bauvorhaben

Osterburg: Arbeiten am Parkplatz Lindenstraße starten im April

Der Parkplatz an der Lindenstraße in Osterburg wird früher als erwartet zur Baustelle. Statt Mitte Mai legen die Bauleute einer Schramper Firma schon im April los.

07.04.2021, 00:00

Osterburg

Die coronabedingte Absage des Osterburger Spargelfestes hat für eine Groß-Investition in der Innenstadt positive Folgen: Weil der Parkplatz an der Lindenstraße nicht am zweiten Maiwochenende von Riesenrad, Losbude und anderen Schaustellergeschäften in Beschlag genommen wird, zieht die Einheitsgemeinde die Neugestaltung der Fläche vor. Die Arbeiten werden noch im Monat April beginnen, sicherte Bauamtsleiter Matthias Köberle auf Nachfrage zu. Wann genau, dazu äußerte sich Köberle noch nicht. Darüber sei man derzeit noch mit dem beauftragten Unternehmen im Gespräch, begründete er.

Der Umbau des derzeit noch unbefestigten Parkplatzes ist eine der kostenintensivsten Investitionen, die die Einheitsgemeinde in diesem Jahr in die Tat umsetzen möchte. Nach der Ausschreibung des Vorhabens im Herbst kommen auf die Kommune voraussichtlich Baukosten in Höhe von 860.000 Euro zu. Dieser veranschlagte Preis ordnet sich aber deutlich unter dem Betrag ein, mit dem die Einheitsgemeinde zuvor kalkulierte. Laut eigener Kostenschätzung, die neben den Bau- aber auch die Planungskosten einbezog, hatte die Einheitsgemeinde für das Vorhaben Ausgaben in Höhe von 1,2 Millionen Euro auf dem Zettel.

Nun kommt der Bau voraussichtlich günstiger, am anvisierten Maßnahmepaket hat die Kommune nach Angaben von Amtsleiter Köberle aber keine Abstriche gemacht. Der Parkplatz soll eine Oberfläche aus Betonsteinpflaster erhalten. Die Haupteinfahrt von der Lindenstraße aus wird in Nachbarschaft zum Blumenparadies Würke entstehen und auch als Lieferzufahrt zum Proka dienen. Die beiden Parkplatz-Auffahrten in der Naumannstraße bleiben erhalten.

Mehr Löschwasser in der Innenstadt

Ein „Herzstück“ der Investition wird unter der Oberfläche des Parkplatzes seinen Standort finden. Dabei handelt es sich um eine Zisterne. Mit ihr möchte die Einheitsgemeinde bestehende Löschwasser-Defizite in dem Innenstadt-Quartier beseitigen. Die für den Parkplatz vorgesehene Zisterne soll ein Fassungsvermögen von 200 Kubikmetern haben. Das zukünftig dort gespeicherte Nass soll nach Einschätzung des Osterburger Stadtwehrleiters Sven Engel im Ernstfall über den Zeitraum von zwei Stunden eine Brandbekämpfung mit 1.600 Litern Löschwasser pro Minute möglich machen.

Und noch ein Projekt wird in Zusammenhang mit dem Parkplatz-Umbau in die Tat umgesetzt. Am westlichen Rand des Grundstückes soll Osterburgs erste innerstädtische E-Tankstelle entstehen.

Stendaler Stadtwerke richten Stromtankstelle ein

Vorgesehen ist der Aufbau von zwei E-Ladesäulen mit vier Ladepunkten bis zu 22 kw. Für diese Investition muss die Stadt nicht in den eigenen Geldbeutel greifen. Die Stendaler Stadtwerke, die nach Angaben von Bauamtsleiter Köberle mit einem entsprechenden Angebot an die Einheitsgemeinde herangetreten sind, wollen die Kosten für den Aufbau und anschließend den Betrieb der Stromtankstelle übernehmen. Die Stadt stellt aber die entsprechende Fläche für die Stromtankstelle zur Verfügung, kümmert sich um die Ausschilderung und bei Bedarf in der kalten Jahreszeit auch um den Winterdienst.