Sachsen-Anhalt bei Ganztagsbetreuung abgeschlagen

04.08.2013, 10:08
Junge rechnet in einer Ganztagsschule an der Tafel. Foto: Frank Leonhardt/Archiv
Junge rechnet in einer Ganztagsschule an der Tafel. Foto: Frank Leonhardt/Archiv dpa

Magdeburg/Gütersloh - Bei der ganztägigen Betreuung von Schülern belegt Sachsen-Anhalt laut einer Studie bundesweit einen der hinteren Plätze. Mit 23,6 Prozent wurde im Schuljahr 2011/2012 weniger als jeder vierte Schüler ganztags betreut, wie eine am Sonntag veröffentlichte Studie des Bildungsforschers Klaus Klemm für die Bertelsmann Stiftung zeigt. Damit lag das Land deutlich hinter den Spitzenreitern Sachsen (78,5 Prozent) und Hamburg (56,8 Prozent), aber weit vor Schlusslicht Bayern (11,4 Prozent). Der bundesweite Durchschnitt betrug 30,6 Prozent.

Auch gebundene Ganztagsangebote wurden in Sachsen-Anhalt nur unterdurchschnittlich genutzt. 7,8 Prozent der Schüler besuchten die Einrichtungen, in denen für alle Kinder oder Jugendlichen einer Klasse der Nachmittagsunterricht verpflichtend ist. Bundesweit lag der Anteil im Schnitt bei 13,7 Prozent.

Da sich der Unterricht auf den ganzen Tag verteilt, biete das Modell der gebundenen Ganztagsbetreuung Möglichkeiten, zwischen Konzentrations- und Entspannungsphasen abzuwechseln, sagte Bertelsmann-Vorstand Jörg Dräger. In offenen Ganztagsschulen würden die Kinder dagegen nur vormittags unterrichtet.