Kriminalität

Salzwedel besser als der Landestrend

Die Zahl der Einbrüche in Salzwedel und Umgebung entspricht in etwa der des Vorjahres.

Von Arno Zähringer 11.07.2015, 02:00

Salzwedel l Alle zwei Minuten wird in Deutschland in Wohnungen oder Privathäuser eingebrochen. Das ist der Statistik des Landeskriminalamtes zu entnehmen. Auf regionaler Ebene gibt es allerdings Unterschiede. So hat sich nach Aussage der Behörde der Trend zunehmender Einbrüche in Sachsen-Anhalt im ersten Halbjahr insgesamt fortgesetzt. Allerdings nicht im Einzugsgebiet des Salzwedeler Polizeireviers. „Mit Stand Mai haben wir bislang 31 Einbrüche registriert. Das entspricht in etwa den Resultaten der vergangenen Jahre“, sagt dazu Polizeisprecher Frank Semisch.

Die Einbrüche in und um Salzwedel stellen 8,7 Prozent der gesamten schweren Diebstähle dar. Hauptsächlich dringen die Täter in Einfamilienhäuser ein. Als Zugang bevorzugen sie die Terrasse. Aber auch Hintertüren von Gebäuden spielen beim Einbruch – gleichgültig ob tagsüber oder nachts – eine große Rolle, weiß Semisch. Gebiete oder Straßen, die Schwerpunkte von Einbrüchen sein könnten, haben Semisch und seine Kollegen bislang nicht ausgemacht. „Das hängt mit Blick auf die Fluchtwege natürlich auch von der Verkehrsanbindung ab.“ Laut Semisch konnten im vergangenen Jahr 19 Prozent aller Einbrüche aufgeklärt werden. Er ist zuversichtlich, diese Quote auch in diesem Jahr halten zu können – vielleicht sogar noch zu verbessern.

Neben täglichen Streifenfahrten bietet die Polizei kostenlose Beratungen an, wie Häuser und Wohnungen gegen Einbrüche und damit ungebetenen Besuch gesichert werden können. Denn neben dem materiellen Schaden sind häufig psychische Belastungen und Traumatisierungen eine Folge für die Betroffenen und können deren Wohlbefinden nachhaltig beeinträchtigen. Das Sicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden schwindet drastisch, wenn man weiß, dass sich ein Fremder in der Wohnung aufhielt und sich an den privaten Habseligkeiten zu schaffen gemacht hat. Dies sind Gründe, warum nahezu jedes fünfte Opfer nach der Tat aus seiner Wohnung auszieht. „Deshalb ist Prävention sehr wichtig“, sagt Polizeisprecher Frank Semisch.

Gerade jetzt zur Ferienzeit sollten Wohnungen und Häuser gesichert sein, rät Semisch, der für Bürger, die Interesse an einer Beratung haben, als Ansprechpartner fungiert (Telefon 03901/84?81?98). So sollten Fenster, Balkon- und Terrassentüren generell zugemacht und Haustüren zweimal abgeschlossen werden.