Senius fordert mehr Engagement für Langzeitarbeitslose

29.06.2013, 12:01

Erfurt - Die Politik bemüht sich nach Ansicht des Chefs der Landesarbeitsagentur Sachsen-Anhalt-Thüringen, Kay Senius, zu wenig um Langzeitarbeitslose. Schätzungsweise zehn Prozent der Arbeitslosen hätten nur geringe Chancen auf einen Job, sagte Senius am Samstag dem Radiosender MDR Info. An diesem Fakt komme man nicht vorbei. Zwar habe es in den vergangenen Jahren Fördermöglichkeiten wie die Bürgerarbeit gegeben. Diese liefen aber jetzt aus. Senius forderte neue Förderprogramme, um den Menschen zu helfen.

Der Bundesrechnungshof hatte am vergangenen Wochenende der Bundesagentur für Arbeit (BA) "Fehlsteuerungen" und "Manipulationen" vorgeworfen. In einem Prüfbericht kritisierten die Rechnungsprüfer Medienberichten zufolge vor allem, dass die Agenturen sich auf die Kunden konzentrierten, die am ehesten auch ohne Hilfe auf dem Arbeitsmarkt unterkämen. Dagegen würden Arbeitslose mit Vermittlungshemmnissen schlechter betreut, da es schwerer sei, mit ihnen die Ziele zu erreichen. BA-Chef Frank-Jürgen Weise hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.