Verfahren gegen Gentechnikgegner eingestellt

16.07.2013, 14:14

Magdeburg - Im Prozessmarathon wegen der Zerstörung eines Versuchsfeldes für gentechnisch veränderten Weizen in Gatersleben vor fünf Jahren ist ein Ende abzusehen. Das Verfahren gegen zwei Gentechnikgegner sei ohne Begründung eingestellt worden, sagte ein Sprecher des Landgerichts Magdeburg am Dienstag. Gericht, Staatsanwaltschaft und Angeklagte hätten zugestimmt. Denkbar sei, auch das Verfahren gegen einen dritten Angeklagten einzustellen, dazu fehle aber noch dessen Zustimmung.

Nach der Zerstörung des Feldes vor rund fünf Jahren hatte das Landgericht Magdeburg den Fall bereits zum zweiten Mal auf dem Tisch. Zuvor hatte das Oberlandesgericht Naumburg (OLG) ein Urteil des Landgerichts aufgehoben. Die Gentechnikgegner waren am 22. Juli 2012 wegen Sachbeschädigung zu Geldstrafen verurteilt worden. Nach Ansicht des OLG ging das Landgericht dabei nicht ausreichend auf die Genehmigung für die Pflanzung des gentechnisch veränderten Weizens ein. Die Angeklagten hatten den Genehmigungsbescheid als grob rechtswidrig gerügt. Der Ende 2006 gestartete Versuchsanbau des Leibnitz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben war im April 2008 teilweise zerstört worden.