Zeitung: Nach Erdrutsch noch keine Freigabe für Concordia-See

08.07.2013, 05:52

Halle - Der seit einem gewaltigen Erdrutsch gesperrte Concordia-See in Nachterstedt soll nach Informationen der "Mitteldeutschen Zeitung" frühestens im Jahr 2015 wieder freigegeben werden. Grund dafür seien zwei widersprüchliche Gutachten zur Ursache des Unglücks im Sommer 2009, bei dem drei Menschen starben, berichtete das Blatt (Montag).

Am 18. Juli 2009 waren in Nachterstedt rund vier Millionen Kubikmeter Erdreich samt drei Doppelhaushälften in den Concordia-See gestürzt. Dieser war 1996 geschaffen worden, indem man eine große Vertiefung flutete, die sich als Folge des Braunkohle-Tagebaus gebildet hatte.

Während der Bergbausanierer LMBV weiterhin davon ausgehe, dass ein "seismisches Ereignis" den Erdrutsch auslöste, vermute das Bergamt außer einem Druckanstieg weitere ungünstige Umstände wie die Körnung des Sandes, so die Zeitung. Das Wirtschaftsministerium und der LMBV wollen an diesem Dienstag über den aktuellen Stand informieren.