Osterweddingen l Eine Ampel ist für die Kreuzung Bielefelder Straße/Kreisstraße 1224 im Gewerbegebiet Sülzetal/Osterweddingen beantragt. Nur so sei auch künftig der reibungslose Ablauf des Busverkehrs sowie die An- und Abfahrt der Lastwagen aus dem Gewerbegebiet zu gewährleisten, heißt es aus der Verwaltung der Gemeinde Sülzetal.

Gebrauchte Ampel kommt

Eine bereits im Landkreis Börde vorhandene Ampel, die an einer anderen Stelle nicht mehr gebraucht wird, werde hier installiert und komme dann zum Einsatz. Nach Auskunft der Gemeinde seien dafür aber noch weitere Planungen nötig, die momentan erfolgen würden. Für das gesamte Vorhaben sei der Landkreis verantwortlich.

„Da der Online-Versandhändler Amazon noch in diesem Jahr seinen Betrieb aufnehmen wird, haben wir hier eine wahnsinnig große Zunahme an Lkw-Fahrten. Wir müssen von daher gerade auch an dieser Kreuzung Ruhe reinbringen, damit hier keine Unfälle passieren“, betont der Bürgermeister der Gemeinde Sülzetal, Jörg Methner (SPD). Es ginge um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Wenn aus Richtung Bielefelder Straße ein Lkw nach dem anderen komme, müsse sich der Bus auf der K 1224 irgendwann die Vorfahrt erzwingen.

Eindeutige Regelung

Hier sorge die geplante Ampel für eine eindeutige Verkehrsregelung, meint Sozialdemokrat Methner. „Ein Kreisverkehr wäre schön gewesen. Das geht aber aufgrund von vielen Umständen genau an dieser Stelle nicht. Da waren Leitungen zu beachten, die dies unmöglich machen“, berichtet Methner, „mit der Ampel werden wir die gewünschte Verkehrssicherheit haben – und genau darauf kommt es mir an.“

Der Wirtschafts- und Entwicklungsplaner der Gemeinde Sülzetal ergänzt: „Gegenwärtig klären wir die technische Ausbildung der Lichtsignalanlage und die gemeinsame Finanzierung mit dem Landkreis Börde. Hierzu liegt uns in den nächsten Tagen seitens des Landkreises der Vertragsentwurf vor“, so Fred Fedder.

Kosten für Gemeinde und Landkreis

Leider sei das Projekt aus zeitlichen Gründen aus dem Gesamtförderantrag „Grundhafter Ausbau der Kreisstraße 1224“ ausgegliedert worden, so der Wirtschafts- und Entwicklungsplaner weiter. Somit seien die Kosten für die Errichtung der Ampel sowie für die Unterhaltung von Landkreis und der Gemeinde gemeinsam zu tragen.

Enge Zusammenarbeit

„Ich gehe davon aus, dass wir auch in der gegenwärtigen Corona-Kriesenlage fristwahrend und einvernehmlich mit dem Landkreis dieses Projekt zum Vorteil aller Nutzer realisieren werden“, fasst Fedder den Sachstand zusammen. „Unabhängig davon arbeiten wir aktiv mit unseren Partnern und politischen Unterstützern an den Planungen und Fördermittelbeantragungen der Brückenanbindung der Industriegebiete an die Bundesstraße und am schon erwähnten Kreisstraßenausbau 1224 intensiv weiter.“

Der Landkreis und Gemeinde stünden hierbei fortlaufend in engem Kontakt, bisher und auch künftig, betont Fedder.