Salzlandkreis l Über das gesamte Jahr werden von den Sportlern des Salzlandkreises Höchstleistungen erwartet – egal ob im Wettkampf oder in der Vorbereitung. Auch für die Athleten ist die Weihnachtszeit die beste Gelegenheit, sich zu entschleunigen und im Kreise ihrer Familien neue Kraft zu sammeln, um die Aufgaben im neuen Jahr mit viel Elan und Motivation angehen zu können. Ob die anstehende Fusion der beiden großen Vereine in Schönebeck, der Aufstieg in die nächst höhere Spielklasse oder der gerade noch realisierte Ligaverbleib – es gab viele spannende und schöne Höhepunkte im vergangenen Jahr. Wichtiger für jeden einzelnen Sportler waren sicherlich die persönlichen Highlights und Erlebnisse in den vergangenen 365 Tagen.

Andy Kohl mit dem Team im Soll

Andy Kohl, Tischtennis-Spieler beim Schönebecker SV, durfte sich über einen Höhepunkt freuen, „der alles andere überstrahlt hat“. Denn im Sommer ist Ella geboren, die Tochter von ihm und Freundin Karin. „Nun geht ein neuer, spannender Lebensabschnitt los. Da müssen sportliche Ambitionen auch mal hinten anstehen.“ In diesem Bereich gab es indes kaum Abstriche. In der Verbandsliga verkaufte er sich mit dem Team recht ordentlich. Lediglich sein Schlagarm machte ihm Sorgen. Die Schmerzen sind inzwischen allerdings schon üblich. Hinzu kam eine Erkrankung am Auge, eine Operation war notwendig. Daher war die Hinrunde für ihn vorzeitig beendet. Bei seinen vermutlich letzten Landesmeisterschaften erreichte er das Achtelfinale. „Das war für mich nochmal eine tolle Sache.“ Mit der Mannschaft liegt er derzeit auf dem sechsten Rang, „also alles im Soll“.

Nun darf er sich erstmal ausruhen. „Weihnachten sind wir endlich mal zuhause und brauchen nicht umherzufahren. Die Familie kommt diesmal zu uns. Gott sei Dank.“ Kulinarisch hat sich Kohl ebenfalls weiterentwickelt. Es gibt Kasseler, Weißkraut und Sauerkraut. „Das kommt aus Karins Familie und findet bei mir großen Anklang.“ Im kommenden Jahr „erhoffe ich mir, dass gesundheitlich wieder alles ins Lot kommt und sich unsere Ella weiter so prächtig entwickelt“. Im Januar beginnt er einen neuen Job. „Es wird also genauso aufregend wie 2015.“

Ronny Krause freut sich über Geburt

Über Nachwuchs in diesem Jahr durfte sich auch Ronny Krause, Handballer bei der TSG Calbe, freuen. Die Geburt seines Sohnes Joel war natürlich das persönliche Highlight für den Rückraum-Schützen. Gleich danach reihen sich seine abgeschlossene Ausbildung sowie der Wiederaufstieg mit der Männermannschaft in die Mitteldeutsche Oberliga ein. „Ich hoffe, dass ich verletzungsfrei durch die Saison komme und werde alles versuchen, dass wir den Klassenerhalt realisieren.“ Trotz des Aufwandes „möchte sich so viel wie möglich für meine kleine Familie da sein“.

Dazu bietet Weihnachten die beste Gelegenheit. „Wir verbringen die Feiertage gemütlich mit der Familie.“ Da wird er sicherlich auch von der Hatz auf die Geschenke verschnaufen können, denn Anfang der Woche „hatte ich noch nicht eins“. Das schlägt sich hoffentlich nicht auf den Magen nieder. Schließlich wollen neben Kartoffelsalat und Bockwurst an Heilig Abend auch leckeres Essen wie Ente an den Feiertagen genossen werden. Und bei der Bescherung kann er schon mal für die kommenden Jahre mit seinem Sohn üben. „Auch in meinem Alter glaubt man noch an den Weihnachtsmann“, sagt Krause mit einem Lächeln.

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Alles im Lot bei Lisa-Marie Prokop

Viel Grund zur Freude hatte im vergangenen Jahr auch Lisa-Marie Prokop. Die Rückraumschützin der TSG Calbe in der Sachsen-Anhalt-Liga erlebte sportlich zwar ein Jahr mit Höhen und Tiefen, weil „der Start nicht so perfekt lief, wir uns aber kontinuierlich gesteigert haben. Leider konnten wir an diese Leistung in den vergangenen beiden Spielen nicht anknüpfen. Aber neues Jahr – neues Glück.“ Beruflich ist bei der Barbyerin dafür alles im Lot. „Meine Ausbildung läuft super und macht mir total viel Spaß.“ Im Februar 2016 steht dann die Zwischenprüfung an. „Ich hoffe, dass ich bestmöglich abschließe.“ Das galt auch für die Teilnahme mit der Handball-Mannschaft am „megawoodstock Turnier“ in Aschersleben. Bei der Freiluft-Veranstaltung „hatten wir totel viel Freude, unter anderem, weil alles so super organisiert war“.

Weihnachten bedeutet für sie, im Kreise der Familie zu sein. Wenngleich sie erst Anfang der Woche dazu kam, die Geschenke für ihre Liebsten zu organisieren, so wird dennoch darauf geachtet „dass auch ja nichts fehlt“. Schließlich „glaube ich immer noch an den Weihnachtsmann. Ich bin ja immer artig“, fügt sie mit einem Schmunzeln an.