Ruhpolding (dpa) - Die für August geplante Sommer-Weltmeisterschaft der Biathleten in Ruhpolding steht weiter auf der Kippe. Nachdem in Deutschland vorläufig noch bis zum 31. August Großveranstaltungen verboten sind, werden von den Veranstaltern verschiedene Optionen durchgespielt.

Auch eine Verlegung der ursprünglich für den 20. bis 23. August 2020 geplanten Titelkämpfe in der bayerischen Biathlon-Hochburg auf einen späteren Termin steht zur Diskussion. "Weitere Updates sind für Mai geplant, um genügend Zeit für eine überlegte Entscheidung in dieser dynamischen Situation zu haben", hieß es in einer Mitteilung vom Biathlon-Weltverband IBU.

"Wir sind uns natürlich der derzeitigen Herausforderungen aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus’ (COVID-19), denen sich die Biathlonfamilie gegenüber sieht, bewusst. Aber trotz dieser unsicheren Zeiten müssen wir nach vorn schauen und bestmöglich planen", erklärte IBU Generalsekretär Niklas Carlsson. Man bereite die kommende Saison deshalb ohne Unterbrechungen vor, wisse aber, dass man flexibel bleiben müsse. "Die Gesundheit unserer Athleten, Funktionäre und Fans war und ist unsere höchste Priorität."

Die Wintersaison soll nun am 28./29. November im finnischen Kontiolathi beginnen. Die Weltmeisterschaften im slowenischen Pokljuka sind vom 10. bis 21. Februar 2021 geplant. Gleich nach den Titelkämpfen geht es weiter nach Peking zum ersten Olympia-Test. Man habe mit den Trainer über das Wettkampf-Programm gesprochen, und danach "die Rennen der Saisoneröffnung und des Weltcups in China auf eine andere Woche verschoben", sagte IBU-Sportdirektor Felix Bitterling und betonte: "So stellen wir sicher, dass die Athleten und Teams Bedingungen vorfinden, die mit der Situation bei den Olympischen Spielen im Februar 2022 vergleichbar sind."

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