Gelsenkirchen (dpa) - Sieg beim Legenden-Abschied: Das italienische Biathlon-Duo Dorothea Wierer und Lukas Hofer hat die 17. Auflage der World Team Challenge auf Schalke gewonnen.

Im Schlusssprint siegte Hofer vor dem deutschen Verfolger Simon Schempp, der im Team mit Franziska Preuß lief, und sicherte dem Duo damit eine Prämie in Höhe von 28 000 Euro. Biathlon-Legende Ole Einar Björndalen und seine Frau Darja Domratschewa liefen bei ihrem Abschiedsrennen zum Karriereende vor 46 412 Zuschauern auf den dritten Platz. Benedikt Doll wartete, zu der Zeit auf Rang drei liegend, auf Björndalen und lief gemeinsam mit dem Norweger über die Ziellinie.

"Unglaublich, fantastisch", schwärmte Björndalen nach dem Zieleinlauf. "Diese Veranstaltung werde ich nie im Leben vergessen. Das war ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist." Vor der Schalker Kulisse scherzte Siegerin Wierer: "Ich fühle mich wie eine Fußballspielerin."

Auch für den Russen Anton Schipulin war es nach seinem erklärten Rücktritt vor wenigen Tagen das letzte Rennen seiner Karriere. Er belegte mit seiner Partnerin Jekaterina Jurlowa-Percht den achten Platz.

Die World Team Challenge teilte sich in zwei Halbzeiten: Nach dem anfänglichen Massenstartrennen führten Wierer und Hofer knapp vor dem französischen Duo Anais Bescond/Emilien Jacquelin und Domratschewa/Björndalen. Die beiden deutschen Mixed-Teams lagen im Mittelfeld. In der anschließenden Verfolgung setzten sich die Italiener dank der besseren Schießleistung von den Verfolgern ab, doch Schempp und Preuß kämpften sich noch einmal ran. Erst im Schlussspurt musste sich Schempp schließlich geschlagen geben.

Um Weltcup-Punkte ging es für die Athleten bei dem mit insgesamt 156 000 Euro dotierten Rennen auf Schalke nicht. Die Strecke mit 18 Runden à 1300 Metern und einigen Höhenmetern hatte dennoch Weltcup-Qualität.

Die deutschen Biathleten Erik Lesser und Vanessa Hinz, die eigentlich mit Herrmann und Schempp starten sollten, hatten ihre Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Der deutsche Biathlon-Superstar Laura Dahlmeier nahm nach langer krankheitsbedingten Pause nicht an dem Event Teil. Auch die Superstars Martin Fourcade (Frankreich) und Johannes Thingnes Bö (Norwegen) fehlten.

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