Königssee (dpa) - Trotz schwerer Verbrennungen und Prellungen im Schulterbereich ist Viererbob-Weltmeister Johannes Lochner zum dritten EM-Sieg in Serie gefahren.

Der für Stuttgart startende Berchtesgadener erreichte mit seiner Crew Florian Bauer, Marc Rademacher und Christian Rasp zweimal Bestzeit und verwies den Letten Oskars Kibermanis mit 0,18 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei.

Dritter im parallel ausgetragenen Weltcup-Rennen wurde Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich, der am Vortag den EM-Hattrick im kleinen Schlitten perfekt gemacht hatte. Der aufgrund einer Adduktorenverletzung nur im Sitzen startende Olympia-Zweite Nico Walther kam mit Weltcup-Platz sieben auf EM-Rang fünf.

"Bei dem Druck daheim kann man fast nicht versagen. Ich bin megahappy, gerade nach dem Sturz und den Verletzungen. Vor dem Start hier habe ich auch noch das Gerät getauscht, alles richtig gemacht", sagte Lochner und grüßte seinen Stammanschieber Christopher Weber im Krankenhausbett. Nach dem Sturz in Altenberg mit Verbrennungen dritten Grades mussten bei Weber Hautpartien transplantiert werden. Lochner biss auf die Zähne und fuhr mit Polster an den Schultern.

Das erntete auch Anerkennung vom Überflieger der Saison. "Die anderen waren verdient besser, wir haben es etwas verkorkst, es waren einige Anfängerfehler dabei", sagte Viererbob-Weltmeister Friedrich. Dieser hatte am Vortag seinen EM-Hattrick perfekt gemacht. Mit Martin Grothkopp verwies er den führenden Kanadier Justin Kripps - in Pyeongchang noch zeitgleich Olympiasieger - auf Rang zwei und baute seine Weltcup-Serie mit dem vierten Sieg im vierten Rennen aus.

"Wir haben hier wieder zwei richtig gute Läufe ins Eis gezaubert", sagte Friedrich. Dritter im Weltcup und EM-Zweiter wurde Lochner mit Christian Rasp. Überraschend EM-Dritter wurde der auf Weltcup-Platz vier landende Franzose Romain Heinrich. Walther fuhr mit Paul Krenz zeitgleich mit Kibermanis auf Gesamtrang fünf und EM-Platz vier.

Bei den Frauen holte Olympiasiegerin Mariama Jamanka mit Anschieberin Annika Drazek ihren zweiten Europameistertitel nach 2017. Bei ihrem dritten Weltcupsieg setzte sie sich gegen die Olympia-Zweite Elana Meyers Taylor aus den USA durch. EM-Titelverteidigerin Stephanie Schneider fuhr als Gesamtdritte mit Ann-Christin Strack auf EM-Rang zwei. "Das waren sicherlich zwei meiner besten Fahrten auf dieser Bahn mit nur minimalen Fehlern", sagte Jamanka.

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