Gröden (dpa) - Der österreichische Olympiasieger Matthias Mayer hat sich bei seinem Sturz in der Weltcup-Abfahrt von Gröden den siebten Brustwirbel gebrochen. Dies teilte der Österreichische Skiverband nach einer genaueren Untersuchung mit.

Mayer werde nun erst einmal ausfallen - wie lange, sei noch unklar. Der 25-Jährige soll jetzt nach Innsbruck gebracht werden. Dort wird nach ÖSV-Angaben in Kürze entschieden, ob Mayer operiert werden muss.

Der Speedspezialist war bei einer Bodenwelle ausgehoben worden und nach einer Drehung in der Luft heftig auf die Piste geknallt. Zunächst habe er danach Probleme mit dem Atmen gehabt, berichteten Helfer.

Beim Sturz von Mayer öffnete sich zum ersten Mal in einem Rennen das neue Airbag-System, das die Oberkörper der Sportler schützen soll. Marco Pastore vom italienischen Hersteller Dainese erklärte, ein Sensor habe erkannt, dass der Skirennfahrer die Kontrolle verlor und noch in der Luft den Airbag befüllt. Womöglich wurden schwerere Verletzungen bei dem Österreicher dadurch verhindert.

Der Airbag wurde zum sechsten Mal in einem Rennen getragen, neben Mayer nutzen laut Pastore fünf weitere Sportler das System.

Der Einführung des Airbags war viel Entwicklung vorausgegangen. Im Gegensatz zum Einsatz etwa bei Motorradfahrern besteht die Schwierigkeit im Skisport darin, zu erkennen, wann ein Rennfahrer die Kontrolle verliert und stürzt und wann er auf der Piste noch auf den Skiern bleiben kann. Dann soll der Airbag nicht ausgelöst werden.

Daten und Fakten zu Matthias Mayer