Frankfurt/Main (dpa) - Skiflug-Weltmeister Karl Geiger und die beste deutsche Athletin Katharina Althaus haben die Bedeutung der Gleichberechtigung im Skispringen bekräftigt.

"Wir sind dabei, uns durchzuboxen und hoch zu kämpfen", sagte Althaus im Interview von "go!d - Das Magazin der Deutschen Sporthilfe". "Aber alles braucht etwas mehr Zeit, als wir es gerne hätten." Geiger sieht die Probleme in der Gleichberechtigung ähnlich: "Die Frauen machen genauso einen Wettkampf wie wir", sagte der Weltmeister. "Sie bringen theoretisch also die gleiche Leistung und sollten dafür eigentlich das gleiche kriegen."

Derzeit gebe es weder Skifliegen für die Damen noch eine Vierschanzentournee, auch die Preisgelder unterschieden sich zwischen Männer und Frauen. "Ich sehe kein Problem darin, wieso es nicht auch eine Vierschanzentournee für Damen geben sollte", sagte die Skispringerin Althaus. Auch den finanziellen Aspekt kritisiert sie: "Wir wollen ja nicht, dass die Männer weniger verdienen. Aber es wäre schön, wenn das nach und nach ein bisschen angeglichen würde. Dieses Jahr ist allerdings wieder gar nichts passiert."

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