Kuusamo (dpa) - Das Wetter spielt den Skispringern gleich zum Saisonbeginn übel mit. Zu starker Wind hat am Freitag zur Absage des Weltcups in Kuusamo geführt.

Sturmböen von bis zu 100 Stundenkilometer ließen keine Sprünge zu. Es war schon extrem, da ging nix. Der Wind kam von der falschen Seite. Wir waren ganz weg davon, hier springen zu können, berichtete Bundestrainer Werner Schuster.

Der Wettbewerb soll nun am Samstag in nur einem Durchgang nachgeholt werden. Dies entschied die Jury nach einem Meeting mit den Trainern. Der für 16.00 Uhr geplante Einzel-Weltcup soll danach planmäßig durchgeführt werden. Da es keine Qualifikation gibt, dürfen alle 64 Springer an den Start gehen. Schuster ist allerdings skeptisch: Die Wetterprognosen sind kaum besser.

Seit der Anreise am 25. November sind Severin Freund & Co. im hohen Norden Europas zum Nichtstun verurteilt. Nachdem die Qualifikation erst verschoben und dann am folgenden Tag abgesagt wurde, klappte es auch mit dem Wettkampf nicht. Nach stundenlangem Warten hatte die Jury ein Einsehen und blies die Veranstaltung ab.

Bereits vor einer Woche beim Weltcup-Auftakt hatte das Wetter für Verschiebungen im Zeitplan gesorgt. Wegen zu warmer Temperaturen mussten in Klingenthal das Training und die Qualifikation abgesagt werden. Die Wettkämpfe, in denen die DSV-Adler mit einem Sieg im Team und drei Top-Sechs-Plätzen im Einzel glänzten, fanden dann planmäßig statt.