Tomaszow Mazowiecki (dpa) - Claudia Pechstein hat zum Auftakt des Eisschnelllauf-Weltcups im polnischen Tomaszow Mazowiecki das 3000-Meter-Rennen der B-Gruppe gewonnen.

In 4:10,04 Minuten fixierte die 47 Jahre alte Berlinerin zwischenzeitlich einen Bahnrekord und schaffte den Sprung in die Top zwölf beim Weltcup kommende Woche im kasachischen Nur-Sultan auf ihrer Spezialstrecke über 5000 Meter. "Das war ganz wichtig, weil diesmal nur die Siegerin in die A-Gruppe aufrückte", unterstrich Team-Manager Helge Jasch.

Pechstein war erneut beste Deutsche: Michelle Uhrig aus Berlin kam auf Platz 7 der B-Gruppe, Roxanne Dufter (Inzell) blieb Rang 16. In der A-Gruppe nahm Olympiasiegerin Martina Sablikova (Tschechien) Pechstein den Bahnrekord in 4:06,13 Minuten wenig später wieder ab.

Anwesend war auf Einladung des polnischen Teams, mit dem Pechstein seit Saisonbeginn trainiert, auch deren Lebensgefährte Matthias Große. Dies war insofern pikant, als ihn der deutsche Verband DESG kürzlich aus dem Betreuerteam verbannt hatte. Vor dem Rennen hatte Pechstein erneut die Gelegenheit genutzt, via Facebook die DESG zu kritisieren. Sie sei seit 1991 im Weltcup dabei, und "musste seitdem noch nie eine solch miserable Darbietung unseres Verbandes erleben, wie die vom vergangenen Wochenende", hatte sie Konsequenzen aus dem Abschneiden von Minsk angemahnt.

Patrick Beckert konnte sich im Vergleich zur Vorwoche nur um einen Platz verbessern und wurde über 5000 Meter in 6:30,26 Minuten Zehnter. Der Sieg ging erneut an den Niederländer Patrick Roest, der in 6:19,38 Minuten mehr als zehn Sekunden schneller war als der Erfurter. Eine Enttäuschung erlebten die deutschen Teamsprinter um Nico Ihle, die unter 13 Teams nur Zehnte wurden.

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