Frankfurt/Main (dpa) - Die Türkei-Krise und andere Konfliktherde haben die Anleger wieder fest im Griff. Der deutsche Leitindex Dax sackte um 1,09 Prozent auf 12.224,12 Punkte, nachdem er sich im frühen Handel etwas erholt hatte.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen sank um 1,15 Prozent auf 26.286,65 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 1,17 Prozent auf 2879,48 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte ebenfalls rund 1 Prozent ein.

Die Lira-Krise der Türkei und eine allgemeine Schwellenländer-Verunsicherung sowie die Themen Geopolitik und Handelskonflikt blieben die dominierenden Faktoren, sagte Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba.

Für die im Zuge eines negativen Gerichtsurteils gegen Monsanto und seinen Pflanzenwirkstoff Glyphosat unter Druck geraten Papiere vom neuen Eigentümer Bayer ging es um mehr als 3 Prozent abwärts.

Puma-Aktien hingegen stiegen dank des Optimismus der Commerzbank um rund 0,5 Prozent. Puma sei aktuell die am dynamischsten wachsende Marke in der Sportartikelbranche, so Analyst Andreas Riemann.

Die Anteilsscheine von Leoni rutschten am MDax-Ende um mehr als 9 Prozent auf das tiefste Niveau seit März 2017. Der Kabelhersteller und Autozulieferer stellt sich für den Rest des Jahres auf höhere finanzielle Belastungen ein. Trotz des optimistischeren Umsatzzieles hielt der Bordnetzspezialist am Gewinnausblick lediglich fest.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,14 Prozent am Vortag auf 0,15 Prozent. Der Rentenindex Rex rückte um 0,01 Prozent auf 141,55 Punkte Punkte vor. Der Bund-Future legte um 0,14 Prozent auf 163,44 Punkte zu.

Der Euro notierte zuletzt bei 1,1319 US-Dollar. Der Dollar kostete damit 0,8835 Euro. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1406 (Montag: 1,1403) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8767 (0,8770) Euro gekostet.