Wiesbaden (dpa) - In Deutschland ist das Bauen deutlich teurer geworden.

Für den herkömmlichen Neubau von Wohngebäuden mussten im Februar 4,8 Prozent höhere Preise gezahlt werden als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag berichtete. Höhere Steigerungen hatte es zuletzt im Jahr 2007 gegeben.

Besonders stark sind die Preise für Erdarbeiten (+7,4 Prozent) und Maurerarbeiten (+6,0 Prozent) gestiegen. Im Innenausbau langten die Elektriker (+5,6 Prozent) besonders kräftig zu. Hintergrund ist die gute Auslastung der Betriebe. Im Straßenbau stiegen die Preise in der Jahresfrist noch stärker um 7,5 Prozent.

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie nannte gestiegene Materialkosten und höhere Tarifgehälter als wichtigste Gründe für die Preissteigerungen. Zudem gelinge es den Unternehmen, die gestiegenen Kosten an die Auftraggeber weiterzugeben und ihre Eigenkapitalquote zu erhöhen, erklärte Hauptgeschäftsführer Dieter Babiel in Berlin.

Dass die Insolvenzquote im Baugewerbe in den vergangenen Jahren gesunken sei, sei nur darauf zurückzuführen, dass die Bauunternehmen "endlich auch mal etwas" verdienten.

Destatis Mitteilung