Frankfurt/Main (dpa) - Die Marke von 11.000 Punkten bleibt für den Dax eine hohe Hürde. Nach leichten Gewinnen zur Wochenmitte gab der deutsche Leitindex am Donnerstag nun wieder etwas nach.

Mit minus 0,12 Prozent auf 10.918,62 Punkte erholte sich das Börsenbarometer allerdings weitgehend von seinem Verlusten im Tagesverlauf. Unterstützung kam von den US-Börsen, die ihr Minus zum Handelsschluss in Europa ebenfalls verringerten oder sogar ins Plus drehten. Für den Index der mittelgroßen Unternehmen MDax ging es letztlich um 0,20 Prozent auf 22.735,42 Punkte nach unten.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte 0,26 Prozent auf 3069,35 Punkte ein und auch in Paris und London wurden moderate Verluste verbucht. Neue Hiobsbotschaften aus London zum Brexit oder ausbleibende positive Signale von den Handelsgesprächen zwischen den USA und China könnten die Abwärtsbewegung in den kommenden Tagen verschärfen, befürchten Börsianer.

Die Aktien der Deutschen Bank standen nach weiteren Zahlen aus der US-Bankenbranche erneut im Fokus der Investoren. Doch nach den teils kräftigen Gewinnen der vorangegangenen Tage ging es nach den Enttäuschungen bei Morgan Stanley nun wieder bergab. Sie büßten als Dax-Schlusslicht 4,1 Prozent ein. Im MDax verloren die Commerzbank-Anteile 3,4 Prozent.

Im MDax setzten sich die Metro-Anteile mit Gewinnen von 6,6 Prozent an die Index-Spitze. Die im Weihnachtsquartal erwirtschafteten Umsätze des Handelskonzerns kamen bei Analysten und Händlern gut an. Die Symrise-Papiere stiegen nach der Vorstellung eines Strategieplans bis 2025 um 1,4 Prozent. In diesem Zeitraum will der Aromen- und Duftstoffhersteller seine Erlöse in etwa verdoppeln.

Verkaufsempfehlungen von Merrill Lynch für ProSiebenSat.1 und RTL ließen indes die Papiere der beiden Medienkonzerne um jeweils 5,1 Prozent absacken. Ein überraschend vorsichtiger Ausblick des Apple-Zulieferers Taiwan Semiconductor (TSMC) zog die Papiere aus der europäischen Halbleiterbranche in Mitleidenschaft: Hierzulande sanken Infineon um 2,2 Prozent, Siltronic um 5,7 Prozent und Aixtron um 4,3 Prozent.

Südzucker gewannen als Top-Wert im SDax 5,1 Prozent, nachdem die Privatbank Berenberg ihre Verkaufsempfehlung gestrichen hatte.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,07 Prozent am Vortag auf 0,08 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,06 Prozent auf 142,34 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,22 Prozent auf 164,33 Punkte. Der Euro wurde am frühen Abend mit 1,1385 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1396 (Mittwoch: 1,1389) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8775 (0,8780) Euro.