Frankfurt/Main (dpa) - Die wieder zunehmenden Spannungen im amerikanisch-chinesischen Handelskonflikt haben den deutschen Aktienmarkt belastet. Nach Bekanntgabe des US-Arbeitsmarktberichts berappelten sich die wichtigsten Indizes aber etwas.

Die US-Wirtschaft hat im März deutlich weniger neue Stellen geschaffen als erwartet. Die Arbeitslosenquote blieb bei 4,1 Prozent, während die Löhne und Gehälter wieder stärker stiegen.

Nachdem der Dax am Vortag mit einem Plus von fast 3 Prozent noch den größten Tagesgewinn seit rund einem Jahr erzielt hatte, notierte er zuletzt 0,37 Prozent tiefer bei 12.259,25 Punkten. Damit deutet sich für den deutschen Leitindex ein Wochengewinn von rund einem Prozent an.

Der MDax, der die Aktien mittelgroßer deutscher Unternehmen repräsentiert, sank am Freitag um 0,17 Prozent auf 25.635,87 Punkte. Der Technologieindex TecDax büßte 0,38 Prozent auf 2503,34 Punkte ein. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um ein halbes Prozent nach unten.

Unter den Einzelwerten stachen die Lufthansa-Aktien heraus. Sie profitierten von einer Kaufempfehlung und stiegen an der Dax-Spitze um 1,3 Prozent.

Die Aktien von Daimler lagen mit einem Minus von 5,8 Prozent am Dax-Ende. Grund dafür war die Auszahlung der Dividende von 3,65 Euro an die Aktionäre nach der gestrigen Hauptversammlung. Ohne den Dividendenabschlag entspräche der Kursverlust in etwa jenem des Dax.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,35 Prozent am Vortag auf 0,34 Prozent. Der Rentenindex Rex gewann 0,06 Prozent auf 140,28 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,20 Prozent auf 159,40 Punkte zu. Für den Euro wurden zuletzt 1,2249 US-Dollar bezahlt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,2260 Dollar festgesetzt.