Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat nach einigen Vorzeichenwechseln seine zu Wochenbeginn erzielten Gewinne wieder eingebüßt.

Nach einem schwächeren Start hatte der deutsche Leitindex im Handelsverlauf am Dienstag zunächst kurz die Marke von 13.050 Punkten überwunden, bevor er wieder etwas unter Druck geriet und 0,30 Prozent tiefer bei 12.881,76 Punkten schloss. Der MDax der mittelgroßen Werte büßte 0,65 Prozent auf 27.311,83 Punkte ein.

Unter den Einzelwerten ragten im Dax die Aktien von Covestro mit einem Plus von 2,7 Prozent heraus. Die Zuversicht des Kunststoffherstellers für das dritte Quartal wirkte nach. Ganz vorn im Leitindex lagen die sehr schwankungsanfälligen Papiere des insolventen Zahlungsdienstleisters Wirecard mit einem Plus von gut 6 Prozent.

Die am Vortag unter Druck geratenen Papiere von Lufthansa erholten sich mit einem Plus von rund einem Prozent. Die schweizerischen Töchter Swiss und Edelweiß erhielten ihre staatlich garantierten Kredite, die die Regierung in Bern bereits im Mai versprochen hatte. Sie waren jedoch vom deutschen Rettungspaket für die Lufthansa abhängig gewesen.

An der MDax-Spitze schnellten die Anteilscheine von K+S um mehr als vier Prozent nach oben. Am Markt wurde auf Medienberichte über einen möglichen Produktionsstillstand in Anlagen des Dünger-Konkurrenten Belaruskali infolge der politischen Unruhen in Belarus verwiesen.

Für die Papiere von Tele Columbus ging es als Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax um 5,5 Prozent abwärts.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone schloss mit einem Abschlag von 0,49 Prozent auf 3289,64 Zähler. Der Cac 40 in Paris und der Londoner FTSE 100 gaben jeweils etwas deutlicher nach. Der New Yorker Dow Jones Industrial wiederum stand zum europäischen Handelsschluss nur leicht im Minus.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,44 Prozent am Montag auf minus 0,48 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,17 Prozent auf 145,39 Punkte. Der Bund Future rückte um 0,14 Prozent auf 176,36 Punkte vor. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1906 (Montag: 1,1853) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8399 (0,8437) Euro.

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