Berlin (dpa) - Nach monatelangen Spekulationen soll am Freitag der Chef des neuen Hauptstadtflughafens BER, Engelbert Lütke Daldrup, den neuen Eröffnungstermin für das Bauwerk bekannt geben.

Er wird dem Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft mitteilen, an welchem Tag dort nach jahrelangen Verzögerungen die ersten Flugzeuge abheben sollen. Dass es ein Tag im Oktober 2020 sein soll, ist schon länger bekannt.

Mit einem konkreten Termin wird der öffentliche Druck auf die Verantwortlichen noch einmal zunehmen. Schon sechs Mal ist die Eröffnung bislang verschoben worden. Dass es diesmal - mit neun Jahren Verspätung - tatsächlich klappen könnte, glauben inzwischen aber immer mehr Beteiligte. Zuletzt hieß es auch in Regierungskreise, der termingerechte Start sei nicht gefährdet.

Doch es wird eng. Noch immer müssen zahlreiche Mängel an den Kabelverbindungen abgearbeitet werden, auch wenn dies zu einem erheblichen Teil bereits geschehen sei, wie Lütke Daldrup betont. Nachgeprüft werden müssen aber auch Brandschutzsysteme wie etwa sogenannte Rauchschürzen sowie die technischen Systeme des Bahnhofs im Zusammenspiel mit den Anlagen des darüber liegenden Flughafens. Diese sollen in den nächsten Wochen beginnen.

Vertreter des Tüv sollen dem Aufsichtsrat am Freitag auch berichten, wie weit die Fachleute mit der Prüfung der brandschutzrelevanten Arbeiten sind und wie lange sie noch dauern.

Schon im Frühjahr soll der ORAT genannte Inbetriebnahmeprozess beginnen, bei dem vor allem die Betriebsabläufe am Flughafen getestet werden. Dafür werden im Sommer auch rund 20.000 Komparsen am Flughafen erwartet. Spätestens bis dahin sollen die Bauarbeiten beendet und die letzten Mängel beseitigt sein.