Bad Honnef (dpa) - Die Nachfrage nach Fertighäusern ist trotz der Corona-Krise in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in Deutschland deutlich gestiegen.

Insgesamt habe sich die Zahl der amtlichen Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser in Fertigbauweise im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf 11.344 erhöht, teilte der Bundesverband Deutscher Fertigbau mit. Der Anteil der Fertighäuser am gesamten Bauvolumen stieg damit von 20,6 auf 22,1 Prozent. Insgesamt wurden zwischen Januar und Juni 51.427 Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt, ein Plus von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Bei der Beliebtheit von Fertighäusern gibt es allerdings ein deutliches Süd-Nord-Gefälle. In Baden-Württemberg entfallen mittlerweile fast 40 Prozent der Baugenehmigungen auf Häuser, die vorgefertigt aus der Fabrik kommen, in Hessen liegt ihr Anteil bei immerhin 31,9 Prozent und in Bayern bei 25,5 Prozent. In Niedersachsen kommen Fertighäuser dagegen nur auf einen Marktanteil von 9 Prozent und in Nordrhein-Westfalen auf 14,8 Prozent. Im Stadtstaat Bremen liegt der Fertighausanteil sogar nur bei 4,5 Prozent.

Anders als Massivhäuser werden Fertighäuser meist in speziellen Hallen vorgefertigt und dann auf den Grundstücken wie ein Bausatz zusammengesetzt.

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