Düsseldorf (dpa) - Bärige Behaarung und in der Nacht aktiv: Der Braune Bär ist der Schmetterling des Jahres 2021.

Das Tierchen mit dem interessanten Namen bekam den Titel vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) NRW und der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen verliehen, wie beide Organisationen am Donnerstag in Düsseldorf mitteilten. Mit der Wahl des Nachtfalters sollte auf die Probleme hingewiesen werden, die künstliche Lichtquellen für die Tiere bedeuten.

"Die Braunen Bären werden von nächtlichen Lichtquellen angelockt und flattern dann orientierungslos bis zur Erschöpfung um sie herum", erläuterte Jochen Behrmann vom BUND NRW. "Neben den direkten Verlusten geht den Insekten so wertvolle Energie und Zeit für Partnersuche und Fortpflanzung verloren, und Fressfeinde wie Fledermäuse haben ein leichtes Spiel." Bundesweit sei die Art rückläufig, so der BUND - auch etwa wegen der Intensivierung der Landwirtschaft und dem Wegfall von Hecken und Feldgehölzen.

Der Name des Schmetterlings geht den Angaben zufolge auf die bräunlich-"bärenartige" Behaarung der älteren Raupen zurück. Der Falter selbst hat eine Spannweite von bis zu 65 Millimetern und gehört zu den größeren Nachtfaltern in Deutschland. Seine Hinterflügel sind leuchtend rot mit blauschwarzen Punkten gefärbt. Mit ihnen kann er zum Beispiel Vögel abschrecken. Sie warnen zudem vor der Ungenießbarkeit des Braunen Bären, dessen Körperflüssigkeit giftige Stoffe enthält.

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