Piedra Herrada (dpa) - Nach einem bis zu 4000 Kilometer weiten Flug sind die ersten Monarchfalter in ihrem Winterquartier im Zentrum von Mexiko eingetroffen.

Die Vorhut erkunde nun die Hochwälder in den Bundesstaaten Michoacán und México, um die besten Plätze für das Überwintern zu finden, teilte die Nationale Kommission für Naturschutzgebiete mit. Weil sie von einer Kaltfront an der Grenze zwischen den USA und Mexiko aufgehalten wurden, seien die Schmetterlinge in diesem Jahr etwa eine Woche später dran als üblich.

Die schwarz und orange gemusterten Monarchfalter leben in den USA im Bereich der Großen Seen an der Grenze zu Kanada und in den Rocky Mountains. Im Herbst fliegen sie die weite Strecke Richtung Süden, um in den Kiefern- und Tannenwäldern der beiden mexikanischen Bundesstaaten in mehr als 3000 Metern Höhe zu überwintern. Wie sich die Schmetterlinge auf ihrer Wanderung orientieren, ist noch nicht vollständig erforscht.

Die Monarchfalter sind zwar nicht vom Aussterben bedroht, aber Nahrungsmangel in den USA, Abholzung in Mexiko und der Klimawandel gefährden die Insekten. Wegen des massiven Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft gibt es in den USA beispielsweise immer weniger Seidenpflanzen. Diese sind die einzige Nahrungsquelle für die Larven des Monarchfalters.