Unter dem Motto "Reuden/Anhalt bringt den Euro nach Zerbst" stand gestern der 18. Rosenmontagsumzug in Reuden. Ortsbürgermeister Elard Schmidt griff persönlich zur Schubkarre um mitzuhelfen, die Geld gefüllten Säcke zur Stadtkasse zu karren. Denn dorthin fließen seit der Eingemeindung die hohen Gewerbesteuereinnahmen des kleinen Ortes. Was die Bürger davon halten, dass Reuden im Gegenzug dieses Jahr nur einen Bruchteil seiner bisherigen Verfügungsmittel erhalten soll, konnten die Zuschauer am Straßenrand deutlich sehen. "Sollen wir Stroh zu Gold spinnen?", stand an einem der liebevoll hergerichteten Umzugswagen. "Schön waren die Dörfer für Jung und Alt, ohne Gelder werden sie Brachland bald!", wurde an anderer Stelle gereimt. Selbst ein Kuhhandel wurde angeboten: "Tausche reiches Reuden inklusive Gebietsreform gegen Nichts!" Den Dioxin- und Fleisch- skandal griffen die Reudener auf, um mit dem von der Gaststätte "Zur alten Waage" organisierten Umzug für die Bauernkate zu werben. Fotos: D. Apel

 

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