Magdeburg - Schüler und Jugendliche können sich nach einem Jahr Pause wieder für das Heimatforschungsprojekt "Zeitensprünge" bewerben. Unter dem Motto "Erfragen, Entdecken, Dokumentieren" sollen die jungen Forscherteams selbst gewählte Ereignisse der vergangenen 100 Jahre aus ihrem Heimatort erforschen, wie die Landeszentrale für politische Bildung am Mittwoch in Magdeburg mitteilte. Sieben Themen zur Geschichte der NS-Zeit und der DDR stünden zur Auswahl. Teams mit Jungforschern zwischen 12 und 23 Jahren können sich mit ihren Ideen bis zum 30. September für bis zu 750 Euro Projektförderung bewerben.

Das Projekt "Zeitensprünge" lief bereits neun Jahre lang in Sachsen-Anhalt, wie Koordinator Torsten Sowada sagte. Wegen Finanzierungsschwierigkeiten wurde es ein Jahr ausgesetzt. Dank neuer Partner könne es nun fortgesetzt werden. In den vergangenen Jahren wählten die Teams laut Sowada vor allem die Judenverfolgung in der NS-Zeit und das DDR-Alltagsleben als Fokus für ihre Heimatforschung. "Wichtig ist uns, die Ergebnisse für die Öffentlichkeit zu präsentieren, sagte Sowada. "Bisher entstanden etwa Ausstellungen, Internetseiten, Broschüren oder Theaterstücke." Beispielsweise werde eine im Projekt erarbeitete Wanderausstellung zu KZ-Haft und Zwangsarbeit in Magdeburg seit Jahren an Schulen gezeigt.