Marburg - Auch bei hochsommerlichen Temperaturen sollten sich Sportler vor dem Training aufwärmen. Die Außentemperatur hat keinen Einfluss auf die Muskeln. Ist der Körper auf die folgende Belastung vorbereitet, können Zerrungen vermieden werden.

Die Muskulatur sollte grundsätzlich immer - zum Beispiel durch Dehnübungen - auf die kommende sportliche Belastung vorbereitet werden. Damit beugen Sportler Zerrungen vor, erläutert das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) in Marburg.

Da bei Hitze die körperliche Leistungsfähigkeit erstmal verringert ist, ist es sinnvoll, zunächst nur so viel zu trainieren, dass man im Anschluss noch Kraftreserven hat. Dem DGK zufolge gewöhnt sich der Körper allerdings nach etwa zehn Tage anhaltend hoher Außentemperaturen an die Wärme, so dass je nach Wert weitgehend normales Training möglich ist. Vor der körperlichen Aktivität heißt es, genug zu trinken. Schwindel, Kopfweh, Luftnot und Probleme beim Gehen können während des Sports Hinweise auf einen Flüssigkeitsmangel sein.

Ab 30 Grad sollten Freizeitsportler nur noch im Schatten ihre Ausdauer verbessern. Das heißt zum Beispiel, im Wald joggen zu gehen. Zwischendurch kann es ratsam sein, den Kopf mit Wasser abzukühlen. Wer Krämpfe, Kopf- oder Magenschmerzen hat und sich abwechselnd heiß und kalt fühlt, hört am besten sofort mit dem Sport auf.

Ebenfalls wichtig zu beachten: Unmittelbar nach dem Training kann eine eiskalte Dusche zu Herzrhythmusstörungen führen. Das DGK empfiehlt daher, etwa fünf bis zehn Minuten zu warten und weiter zu schwitzen - und dann erst unter die Brause zu steigen. Das Wasser sollte angenehm temperiert sein.