Berlin - Erst zum Arzt, dann zum Sport: Das sollten Eltern beachten, wenn sich ihre Kinder für ein leistungsorientiertes Training entscheiden. Denn die Mediziner untersuchen den Nachwuchs unter anderem auf noch nicht erkannte Herzkrankheiten.

Unerkannte Herzkrankheiten führen immer wieder zu plötzlichen Todesfällen bei Kindern und Jugendlichen. Für Heranwachsende mit einem solchen erblichen Leiden ist vor allem intensiver Sport ein lebensbedrohliches Risiko. Deshalb schicken Eltern ihre Kinder vor Sportwettkämpfen besser immer zu einem Gesundheitscheck. Darauf weist der
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin.


Zu den häufigsten angeborenen Ursachen für tödliche Herzrhythmusstörungen gehört die sogenannte hypertrophe Kardiomyopathie (HCM). Das Tückische an dieser Herzmuskelerkrankung ist, dass es keine Warnzeichen gibt. Bei einem Gesundheitscheck wird die Sporttauglichkeit der Kinder geprüft, und sie werden auf eine eventuelle Herzkrankheit hin untersucht. "So können Eltern sichergehen, dass der gewählte Sport auch für ihr Kind geeignet ist", sagt Hermann-Josef Kahl vom BVKJ.