Köln - Viele Jogger lassen sich durch niedrige Temperaturen nicht vom Training abhalten. Doch Ungeübte beachten bei Kälte besser ein paar Tipps vom Experten. Wer unsicher ist oder sich quält, sollte nach Indoor-Alternativen suchen.

Wer zu Jahresbeginn gerade erst mit dem Laufen begonnen hat, ist vermutlich noch hoch motiviert. Doch gerade Ungeübte sollten bei kaltem Wetter nicht von null auf hundert durchstarten, rät der Sportwissenschaftler Markus de Marées vom Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik an der Sporthochschule Köln. Die ungewohnt kalte, trockene Luft könne die oberen Atemwege angreifen - vor allem, wenn man schnell und viel atmet. "So steigt die Gefahr, sich zu erkälten", sagt de Marées.

Zwei- bis dreimal in der Woche etwa 20 Minuten in moderatem Tempo zu joggen, sei daher für Anfänger ideal, um die Lunge langsam an das neue Hobby zu gewöhnen. Nach etwa zwei Wochen könne man die Laufdauer steigern, empfiehlt de Marées.

Gerade Anfänger müssen beim Joggen im Winter auf die Kleidung achten: Sie packen sich besser nicht zu dick ein. "Beim Loslaufen sollte einem leicht kühl sein, denn nach kurzer Zeit produziert der Körper beim Laufen Wärme, und die Temperatur ist optimal", sagt de Marées. Wer hingegen zu dick eingemummelt startet, schwitzt schnell und beginnt anschließend zu frieren.

Für manche ist es bei Kälte aber einfach nichts, draußen Sport zu machen. Als Alternativen zum Outdoorsport empfiehlt de Marées Schwimmen, Klettern in der Halle oder Ausdauersport im Fitnessstudio - etwa auf dem Stepper oder dem Rudergerät. Generell gilt: Man sollte ausprobieren, was einem Spaß macht. "Wer sich zum Laufen oder Schwimmen zwingen muss, der hält es wahrscheinlich nicht lange durch."