Frankfurt/Main - Wie risikofreudig jemand ist, liegt hauptsächlich an seinem Charakter. Bei Geldanlagen sollte jedoch nicht allein der Wagemut entscheiden. Auch das Alter spielt eine wichtige Rolle.

Ein gängiger Tipp für Anleger lautet: Streuen Sie Ihr Vermögen über verschiedene Anlageklassen. Die Frage ist nur, wie? Zur Orientierung hilft eine simple Faustregel, erklärt die Aktion "Fondswissen für Alle" der Fondsgesellschaften. Sie lautet: Anteil chancenorientierter Anlagen gleich 100 minus Lebensalter. Das heißt, je jünger Anleger sind, desto größer kann der Anteil riskanterer Anlageformen sein.

Der Grund: Junge Sparer haben bis zur Rente noch viele Jahre vor sich und können Kursschwankungen an den Börsen besser aussitzen. Außerdem greift bei einer langen Spardauer der Zinseszinseffekt. Ältere Sparer sollten den Anteil an chancenorientierten Anlagen wie Aktien hingegen Schritt für Schritt verringern, denn mit zunehmendem Alter wird Sicherheit und damit der Erhalt des Kapitals wichtiger.

Wie bei allen Faustregeln gilt es zu bedenken, dass auch diese Regel lediglich eine grobe Richtung vorgibt. Entscheidend für Investitionen in Finanzprodukte sind die finanziellen Verhältnisse, die Anlagedauer, der Zweck der Anlage und die Risikoneigung eines Anlegers.