Reinbek - Worte vermögen vieles: Sie können enthüllen und manipulieren, verletzen oder trösten. Worte haben eine große Macht und verraten gleichzeitig auch einiges über uns selbst.

In die faszinierende Welt der Sprache entführen uns die beiden "Zeit"-Journalistinnen Stefanie Schramm und Claudia Wüstenhagen mit ihrem Buch "Das Alphabet des Denkens". In mehreren Kapiteln beleuchten die Autorinnen darin etwa die Emotionalität von Sprache.

Schon der Klang mancher Worte löst bei uns Gefühle aus, manche klingen in unseren Ohren hart und abweisend, andere lieblich und poetisch. Großer Beliebtheit erfreuen sich in allen Sprachen Schimpfwörter, in denen sich Gefühle kraftvoll entladen.

Ein anderes Kapitel beschäftigt sich mit der manipulativen Sprache der Politiker oder der Heilkraft der Worte für unsere Seele. Die beiden Journalistinnen stützen sich bei ihren Recherchen auf neueste, oft überraschende Forschungsergebnisse, die alte Gewissheiten infrage stellen. Dabei bleiben sie in ihrer Sprache anschaulich und pragmatisch.

- Stefanie Schramm, Claudia Wüstenhagen: Das Alphabet des Denkens. Wie Sprache unsere Gedanken und Gefühle prägt, Rowohlt Verlag, Reinbek, 320 Seiten, 19,95 Euro, ISBN 978-3-498-06062-6.