Frankfurt/Main (dpa) l Der deutschen Pop Art widmet die Schirn Kunsthalle in Frankfurt eine große Überblicksausstellung. Zu sehen sind unter dem Titel "German Pop" rund 150 Arbeiten von 34 Künstlern. Gezeigt werden soll dabei vor allem, wie politisch die Stilrichtung war.

"Die Generation Pop der 1960er bis frühen 1970er Jahre zielte direkt auf die Befindlichkeiten der sich massiv formierenden Konsumgesellschaft in der damals noch jungen Bundesrepublik. Der Pop brachte die alten Werte ins Wanken und kämpfte mit den neuen", sagte Kuratorin Martina Weinhart am Mittwoch in Frankfurt.

Die Ausstellung ist vom heutigen Donnerstag bis zum 8. Februar zu sehen. Der Fokus der Werkschau liegt auf den Zentren der Bewegung Düsseldorf, Berlin, München und Frankfurt. Am Main waren Thomas Bayrle und Peter Roehr die prägenden Vertreter. Kennzeichnend für beide ist laut Schirn "das Ornament der Masse und die serielle Anordnung in kompositorischer Strenge" - auch wenn es sich um Shampoo, Kaffeepackungen oder Haushaltsgeräte handelt.

Neben ihren Werken werden Arbeiten unter anderem von Sigmar Polke, Gerhard Richter, Konrad Klapheck und KP Brehmer präsentiert. "In der Ausstellung sind beeindruckende und überraschende Arbeiten zu sehen, die teils seit Jahrzehnten nicht mehr ausgestellt wurden oder sogar noch nie öffentlich zugänglich waren", teilte die Schirn mit. Außerdem sei es die erste Ausstellung über deutsche Pop Art, "ein bisher kaum beachtetes kunsthistorisches Phänomen".

Der Eintritt zur Ausstellung kostet neun Euro, ermäßigt sieben.