Lore Krüger wird am 11. März 1914 in Magdeburg geboren, geht mit 19 Jahren als Au-pair nach London und macht erste fotografische Versuche.

1934 wird ihre Aufenthaltsgenehmigung in Großbritannien nicht verlängert, so dass sie zu ihren nach Mallorca geflohenen Eltern zieht. Im gleichen Jahr reist sie nach Barcelona und fängt eine Ausbildung als Fotografin an. Diese führt sie 1935 bei Florence Henri in Paris fort, beginnt als professionelle Fotografin zu arbeiten und wirkt im Kreis der großen Fotografinnen der Weimarer Zeit mit.

In den folgenden Jahren beteiligt sie sich aktiv an politischen Aktionen gegen die Nationalsozialisten und an Hilfsaktionen für die Spanienkämpfer. 1940 wird sie in das Internierungslager Gurs an den Pyrenäen deportiert. Nach Monaten kommt sie frei.

1941 erhält sie zuammen mit ihrer Schwester Gisela und ihrem späteren Mann Ernst Krüger ein Visum für Mexiko und die USA und kann auf einem Frachter Europa verlassen. Er wird gekapert, die Insassen in ein britisches Internierungslager auf der Insel Trinidad eingeliefert. Statt nach Mexiko emigriert Lore Krüger mit ihrer Familie in die USA und heiratet 1942 in New York.

Tod Lore Krügers am 3. März 2009 in Berlin.