Magdeburg (bk). 3sat zeigt heute Abend ab 20.15 Uhr innerhalb der ARD-Reihe "Die großen Kriminalfälle" den Fall "Der Ripper von Magdeburg".

In der 45-minütigen Spieldokumentation von "Havel-Film" Babelsberg wird die Geschichte von Peter A. nachgezeichnet. Der damals 20-Jährige hatte 1973 in Magdeburg-Sudenburg drei Menschen im Alter von 17, 20 und 22 Jahren erstochen, war zum Tode verurteilt worden, jedoch kurz vor dem Hinrichtungstermin von der Öffentlichkeit unbemerkt begnadigt worden.

Nach der Wende war seine lebenslängliche Haftstrafe überprüft worden. Weil Peter A. zur Tatzeit noch nicht 21 Jahre alt gewesen, also noch "Heranwachsender" war, wurde er nach bundesdeutschem Recht 1991 aus der Haft entlassen.

Doch 1994 schlug der "Ripper" erneut zu und tötete in Brandenburg eine 17-jährige Gymnasiatin. A. wurde wegen Totschlags verurteilt, befindet sich aber seit 2008 erneut auf freiem Fuß.

In der Dokumentation kommen unter anderen Verwandte der Opfer und Polizisten zu Wort.