Der Havelberger Dom ist eine imposante Erscheinung. Seine Lage auf dem Domberg über der Stadt sorgt dafür, dass er schon von weitem zu sehen ist. Und die Mischung von Natursteinen und gebrannten Ziegeln gibt der Fassade eine unverwechselbare Erscheinung.

Dieses Wechselspiel an den äußeren Mauern ist das Ergebnis eines zwischen 1279 und 1330 erfolgten Umbaus im damals gerade aufgekommenen gotischen Stil. Zuvor hatte Feuer große Teile des 1170 geweihten Domes zerstört. Damals war St. Marien die Kirche der Havelberger Bischöfe, deren Bistum 948 von Kaiser Otto dem Großen gegründet worden war. Die Westfassade des Doms ist ein Erkennungszeichen des Bauwerks. Die wenigsten Betrachter aber wissen, dass dieses Antlitz erst 1907 vollendet wurde. Damals nämlich wurde dem Westwerk ein fünfarkadiges Glockengeschoss aufgesetzt.

Nicht weniger interessant als sein Äußeres ist das Innenleben des Doms St. Marien. Ornamentfenster, eine Kreuzgruppe, Chorgestühl und drei Sandsteinleuchter stammen aus dem frühen 14. Jahrhundert. Das Leben Jesu erzählen Reliefs und Skulpturen am Lettner aus dem 15. Jahrhundert. Mit all seinen Schönheiten gehört der Dom zu den besonderen Sehenswürdigkeiten an der Straße der Romanik. In benachbarten früheren Klostergebäuden befindet sich heute das Prignitz-Museum. ( rpr )

Der Dom ist täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet.