Burg l In Burg kann man inzwischen an acht Standorten kostenlos über eine öffentlich zugängliche WLAN-Verbindung im Internet surfen. Möglich gemacht haben das die Stadtwerke Burg, die Initiative Freifunk sowie die Inhaber von Gastronomie- und Einzelhandelsbetrieben. Den ersten „Freifunk“-Router hatte im Sommer der SPD-Landtagsabgeordnete Matthias Graner in seinem Burger Büro in der Jacobistraße in Betrieb genommen.

„Ein frei verfügbares Internet ist ein Standortvorteil“, sagt Dr. Alfred Kruse, Geschäftsführer der Stadtwerke Burg. Das Unternehmen unterstützt die Initiative Freifunk, die ein solches Netz deutschlandweit realisieren will. „Zunächst haben wir den Freifunkern für Burg zehn Router zur Verfügung gestellt. Wir machen jedoch weiter. Die Zusammenarbeit klappt prima.“

Mitbegründer des Freifunk-Vereins mit Sitz in Magdeburg ist ein Student aus Alt-Lostau, Michael Vorsprach. Der angehende Wirtschaftsingenieur für Verfahrens- und Energietechnik kümmert sich um den Ausbau des öffentlichen Internets in der Region. Dabei ist ihm – wie den Stadtwerken auch – der Datenschutz ein Anliegen. Die Nutzer surfen durch den Router des Freifunknetzes über einen abgesicherten Zugang. Es werden keine persönlichen Daten preisgegeben. Auch kann sich niemand in das private Netzwerk der Beteiligten einklinken. Juristisch haftet Freifunk für das Handeln der Nutzer; sie surfen mit deren Identität.

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Vorsprach und Dr. Kruse haben ein gemeinsames Ziel: Bis zur Landesgartenschau 2018 soll es in ganz Burg ein kostenloses, freies WLAN geben. „Als Unternehmen, das zur Hälfte der Stadt gehört, fühlen wir uns mitverantwortlich für den Ausbau der Infrastruktur. Das stärkt die Wirtschaftskraft und trägt zur Lebensqualität bei“, betont Dr. Kruse. Das Engagement der Initiative Freifunk bringe Dynamik in die Verbreitung des frei verfügbaren Internets, lobt er. Dazu trage wesentlich deren technisch wie juristisch saubere Lösung bei.

Öffentliches LAN gibt es in Burg an folgenden Standorten: SPD-Bürgerbüro Jacobistraße, Imbiss am Bahnhof, Pütters Galerie-Café, Eiscafé Adria, Modeboutique 29, Soziokulturelles Zentrum (zwei Knotenpunkte) und das Stadtbüro der Stadtwerke. Bis Ende Januar sollen noch zwei Knotenpunkte eingerichtet sein.