Wolmirstedt l Die „Ohrekicker“ wollen gewinnen. Die Mädchenmannschaft der D-Jugend will die meisten Menschen dazu animieren, Blut zu spenden. Wenn ihnen das gelingt, bekommen sie 1000 Euro Preisgeld von der Barleber Firma EKF Diagnostics. Bisher gibt es vier Konkurrenten. Das sind Mannschaften aus Samswegen, Calbe, Barleben und Groß Rosenburg. Die Aktion läuft bis zum 30. November.

1178 Spenden sind zu überbieten

Die Aktion „Mein Blut für meine Mannschaft“ hat die Firma EKF-Diagnostics vor einigen Jahren ins Leben gerufen. Im vergangenen Jahr kamen über diese Aktion 1178 Blutspenden zusammen. „In diesem Jahr wollen wir die 1500er-Marke knacken“, sagt Sprecherin Heike Ellrich.

Blut wird immer dringend gebraucht. „Blut lässt sich nicht künstlich herstellen und nicht im Laden kaufen“, macht Elke Endrulat deutlich, „wir sind auf Spenden angewiesen.“ Die Gebietsleiterin des DRK-Blutspendedienstes erklärt, dass eine Vollkonserve aufgesplittet wird und letztlich drei Empfängern zugute kommt. So kann eine einzelne Spende bei Operationen eingesetzt werden, die Heilung von Verbrennungen unterstützen und Leukämiepatienten helfen. „Wir geben keiner Blutgruppe den Vorrang, jede Blutspende ist wichtig.“ Elke Endrulat betont außerdem, dass in Sachsen-Anhalt gespendetes Blut auch in Sachsen-Anhalts Kliniken eingesetzt wird.

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Die Mitarbeiterin des Deutschen Roten Kreuzes wünscht sich noch viel mehr Blutspender und steht voll hinter diesem Wettbewerb. „Vor allem die Gruppe der gestandenen Erwachsenen fehlt uns sehr“, sagt sie.

Zettel zum Abstempeln anfordern

Das Prinzip ist einfach. Jeder Blutspender muss sich unterschreiben lassen, dass er für seine Lieblingsmannschaft spendet. Wer also für die Mädchen der Wolmirstedter „Ohrekicker“ spenden möchte, braucht dafür einen kleinen Zettel. Den gibt es beim Vereinschef Nico Liebscher oder von der EKF-Diagnostics in Barleben. Zwei Stempelkreise sind darauf vermerkt, denn da alle viertel Jahre Blut gespendet werden kann, gibt es bis November noch zweimal die Gelegenheit, zugunsten der Mannschaft roten Lebenssaft abzugeben. Das ist entweder beim Blutspendemobil des Deutschen Roten Kreuzes oder in der Universitätsklinik Magdeburg möglich. Die Mannschaft, die am Ende die meisten vorweisen kann, bekommt das Preisgeld.

Blut kann jeder gesunde Mensch spenden, der zwischen 18 und 73 Jahre alt ist. Mit einer Spende hilft der Spender nicht nur anderen, sondern tut auch etwas Gutes für sich selbst. „Wenn wir erkennen, dass ein Blutwert krankhaft verändert ist, wird der Spender informiert“, erklärt Elke Endrulat.

„Bei uns haben sich schon viele gemeldet, die für unsere Mannschaft spenden wollen“, sagt Nico Liebscher. Und natürlich können es noch viel mehr werden, denn schließlich wollen die Wolmirstedter „Ohrekicker“ die Konkurrenz-Mannschaften bei diesem Wettbewerb weit hinter sich lassen.

Erste Schritte als neuer Verein

Die „Ohrekicker“ gehörten bis vor Kurzem noch zum Sportverein Kali, gehen inzwischen jedoch die ersten Schritte als eigener Verein, in dem sieben Kindermannschaften sowie eine Frauenmannschaft integriert sind. Eintausend Euro Startkapital kämen gerade Recht.