Magdeburg l Ob als Radfahrer, Fußgänger oder Autofahrer, im bevölkerungsreichsten Stadtteil der Landeshauptstadt gibt es so einige Probleme. Das wurde einmal mehr während der Sitzung der Gemeinwesenarbeitsgruppe Stadtfeld am Mittwochabend im Offenen Kanal deutlich. Dort sollten die Auswirkungen durch den Tunnelbau thematisiert werden.

Probleme ergeben sich diesbezüglich vor allem durch die schlechte Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt. So fahren die Stadtfelder aus dem Bereich Goethestraße erst zum Westring und von dort aus weiter mit der Baustellenlinie in die Innenstadt. Die Taktung sei jedoch unglücklich, oft würden sie die Anschlussbahnen nicht schaffen, und wenn die Bahnen dann kommen, seien sie gerade zu den Hauptverkehrszeiten völlig überfüllt, beklagten Bürger während der Sitzung.

Ohne Zwischenstopp zum Hasselbachplatz

Ihr Vorschlag: ein Buspendelverkehr zwischen der Haltestelle am Adelheidring und dem Hasselbachplatz – über die Tangente ohne Zwischenstopp. Auf diese Weise würde die Baustellenlinie entlastet und die Stadtfelder aus dem Bereich Goethestraße würden schneller in die Innenstadt gelangen.

Doch die öffentlichen Verkehrsmittel sind nur einer der vielfältigen Kritikpunkte. Die Straßen seien sehr eng, gerade die des Schellheimerplatzes. Vorschlag der Bürger und der GWA: eine Art Kreisverkehr aus dem Schellheimerplatz zu machen, also nur in einer Richtung befahrbar.

Katastrophal sei auch die Parkplatzsituation. Da wird spätestens ab 20 Uhr auch überall dort geparkt, wo das Parken eigentlich verboten ist: auf Bordsteinen etwa. Und dort kommen Fußgänger beispielsweise mit Kinderwagen nicht mehr durch.

Konflikte zwischen den Verkehrsteilnehmern

Auch für Radfahrer wird es dann eng. Obwohl die ja eigentlich gar nicht auf dem Fußweg fahren dürfen. Immer wieder gibt es dadurch Spannungen zwischen Fußgängern und Radfahrern. Doch die zahlreichen Kopfsteinpflasterstraßen eignen sich gar nicht zum Radfahren.

Ein weiterer großer Kritikpunkt war die Arndtstraße, auf der viele Autofahrer zu schnell unterwegs seien, Radfahrer riskant überholt würden, gerade ältere Leute würden es kaum schaffen, die Straßen zu überqueren. Und die abgesenkten Bordsteine, die ein barrierefreies Passieren ermöglichen würden, seien oft zugeparkt. Hier fordern Bürger und GWA ein Tempolimit von 30 Kilometer pro Stunde und stärkere Kontrollen durch das Ordnungsamt.

Während der Sitzung der GWA blieb es zunächst bei Lösungsvorschlägen. Die anwesenden Stadträte nahmen die zum Teil bereits bekannten Kritikpunkte auf und wollen sich für Verbesserungen einsetzen.