Magdeburg l Willkommen im Mekka der Freizeitläufer. Wer im Stadtpark seine Runden dreht, tut dies nicht allein. Ob früh am Morgen oder am Abend nach Feierabend – mindestens ein Gleichgesinnter kreuzt den Weg. Sich im Stadtpark zu bewegen, liegt förmlich auf der Hand: Der mit knapp 200 Hektar größte Park der Stadt liegt zentral und ist für viele Bewohner der Stadt zu Fuß, mit dem Rad oder Auto fix erreichbar. Mit den Parkgebühren auf dem Areal am Elbbahnhof/Klosterbergegarten füllt man zudem die Stadtkasse ... Tipp: Das Ordnungsamt schaut hier regelmäßig nach gültigen Tickets.

Dient die Ecke Hammersteinweg/Sternbrücke als Startpunkt wie im Test, bietet sich dem Läufer nach wenigen Metern bereits ein majestätischer Blick auf die Elbinsel, die es zu umrunden gilt. An Sommertagen liefert Straßenmusiker Matthias Marggraff (alias Prypjat Syndrome) mit seinem E-Cello an der Sternbrücke den Laufsoundtrack. Nicht wenige bedauern, dass er die einzige musikalische Station im gesamten Parkbereich darstellt.

Rücksichtnahme

Da der Rotehornpark nicht nur von Freizeitläufern, sondern auch Spaziergängern, Hunden mit ihren Besitzern, Walkern, Rad- und Segwayfahrern und Skatern besucht wird, ist gegenseitige Rücksichtnahme die Voraussetzung für ein friedliches Miteinander. Im Zweifelsfall ziehen sich Läufer lieber zurück ... etwa bei Hunden, für die bis auf die ausgewiesene Grünfläche am Elbufer übrigens Leinenpflicht gilt. Unter Läufern ist es üblich, dass man sich gegenseitig grüßt. Das kann ein kurzes Nicken, ein nettes „Hallo“ und Augenzwinkern oder -rollen sein. Oft geben Grüße von Fremden einen kleinen Motivationsschub.

Flexibilität in den Runden

Den können sich Laufeinsteiger selbst verordnen, wenn sie ihre ersten Schritte im Stadtpark unternehmen. Durch die Vielzahl an Wegen bietet sich eine Vielzahl an Runden, die probiert werden können. Stets umgeben von einem grünen Umfeld und – bis auf wenige Ausnahmen – abseits von Verkehrsstraßen und mit Blick auf Elbe, Taube Elbe und Alte Elbe. Stück für Stück kann der Stadtpark läuferisch erobert und mit neuen, weiteren Runden Erfolgserlebnisse erlaufen werden.

Wer im Stadtpark „weiche“ Parkwege erwartet, sieht sich eines Besseren belehrt. In den zurückliegenden Jahren ist das Gros der Wegeanlagen betoniert worden. Dies ermöglicht zwar ein schnelles Laufen, schmälert aber den Entspannungsfaktor.

Fazit: Läuferisch wird der Stadtpark seinem Ruf als Centralpark Magdeburgs gerecht. Vom kleinen Lauf für zwischendurch bis hin zur Langstrecke ist über frei wählbare, flache Runden sowie deren Wiederholungen alles möglich. Die Grünflächen etwa am Elbufer sowie die Treppenanlage am Klosterbergegarten bieten zudem die Möglichkeit, der Laufeinheit Dehnungs- und Stabilitätsübungen folgen zu lassen.